AACS- & ÖGDKA-Experten einig: Botox wesentlich besser als sein Ruf

Wien/Linz (OTS) - Intensive Botox-Beleuchtung Österreichischer Dermatologen und Ästhetischen Mediziner im Vorfeld zu Internationalem Workshop in Linz - Apell an Patienten: Botox gehört in gut ausgebildete Medizinerhände - Botox soll von "A wie Analfissur bis Z wie Zähneknirschen" helfen

Im Vorfeld eines am 6. und 7. November in Linz stattfindenden internationalen Livesurgeryworkshops von Dermatologen sowie Fachärzten, die auf dem Gebiet der Ästhetischen Medizin tätig sind, wurden die aktuellen Dermatoästhetischen Entwicklungen schonungslos unter die Lupe genommen. Das Fazit der Experten der AACS (Austrian Academy of Cosmetic Surgery) und der ÖGDKA (Österreichische Gesellschaft für Dermatologische Kosmetik und Altersforschung):
"Botox ist aufgrund seiner vielfachen Einsetzbarkeit sowohl im ästhetischen Bereich, als auch bei der Bekämpfung von Hyperhidrose, bestimmter Formen von Migräne und neurologischen Therapien besser als sein Ruf."

"Es ist aber wichtig festzuhalten, dass Botox in die Hände erfahrener Mediziner gehört und nicht auf Lifestylepartys, dann ist die Anwendung sicher", erklärt AACS-Präsident Dr. Matthias Sandhofer und fordert in Österreich einheitliche Ausbildungsstandards und Richtlinien für die Anwendung. "Da bereits leichte Dosierungsfehler zum Beispiel zu erstarrten Gesichtszügen führen können, die sich jedoch in wenigen Wochen wieder zurückbilden, muss die Patientensicherheit durch die Anwendung von gutausgebildeten Experten sichergestellt werden", betont Sandhofer. Sandhofer sieht in Botox auch kein Wundermittel. Es gäbe immerhin bei ca. 5% der Patientinnen natürliche Resistenzen, bei denen kein Ergebnis erzielt werden könne. Während bei der medizinischen Anwendung klar geregelt ist, wer Botox spritzen darf - nämlich nur der jeweilige Facharzt - muss man kein Mediziner sein, um Falten und Runzeln mit dem Nervengift zu glätten. Für die Austrian Academy of Cosmetic Surgery ein unhaltbarer Zustand. AACS Präsident Sandhofer warnt deshalb vor Angeboten in Urlaubshotels und auf Lifestylepartys. Dort werde oft mehr Wert auf eine entspannte Atmosphäre gelegt als auf seriöse Aufklärung zu den Risiken. "Botoxpartys sind ein Trend aus den Staaten, den wir guten Gewissens nicht mitmachen sollten", so Sandhofer.

Negativschlagzeilen, die in den vergangenen Monaten in Zusammenhang mit Botox kommuniziert wurden, stünden in keinerlei Zusammenhang mit der Verwendung in der Ästhetischen Medizin, betont die AACS. In keinem der medial geschilderten Fälle wurden die Botulinumtoxin-Präparate zur Faltenglättung, Hyperhidrose und Migränebehandlung verabreicht, sondern hochdosiert bei schwerwiegenden Erkrankungen verweisen AACS und ÖGDKA auf entsprechende eindeutige Stellungnahmen des Deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Univ. Prof. Dr. Eva Maria Kokoschka, die Dermatologin Dr. Ruth Sandhofer-Novak und der bekannte Chirurg Dr. Peter Lisborg sehen den Trend zu Botoxbehandlungen ungebrochen. "Besonders die Behandlung von übermäßigem Schweiß mit Botox ist gegenüber herkömmlichen Therapien bei Frauen und Männern stark im Kommen", bestätigt Lisborg.

So überschaubar die Wirkweise von Botox ist, so unterschiedlich sind die Anwendungen. Momentan laufen über 100 Studien zu den verschiedensten Indikationen. Sie reichen von A wie Analfissur bis Z wie Zähneknirschen. Sogar für Volksleiden wie Spannungskopfschmerzen und Migräne, für Asthma und Heuschnupfen erwarten die Pharma-Unternehmen in den nächsten Jahren Zulassungen.

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