Klimaschutz in Ottakring: Global denken, lokal handeln!

Jahresprogramm 09: Zielgruppe KleingärtnerInnen, KonsumentInnen und Kinder

Wien (SPW-K) - "Global denken, lokal handeln" ist das Motto der im Rahmen des Ottakringers Umweltausschusses aktiven Arbeitsgruppe zum Klimaschutz. "Wir setzen seit vielen Jahren auf Bezirksebene Maßnahmen zum Klimaschutz und informieren darüber hinaus die Ottakringerinnen und Ottakringer auch immer wieder über ihre persönlichen Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten", so Bezirksvorsteher Franz Prokop.

Unterstützt wird die Klimaschutz-Arbeitsgruppe in Ottakring von der Klimakoordinationsstelle der Stadt Wien und auch der Wiener Umweltanwaltschaft (WUA). Beim gestrigen Treffen stand die Solarförderung für Kleingärtner und Häuslbauer im Mittelpunkt. "Das Potential ist gerade in diesem Bereich enorm. Mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung können fossile Energieträger ersetzt und das Klima nachhaltig geschont werden", erläutert David Reinberger von der WUA. Die Stadt Wien fördert die Solarenergie mit 1 Mio Euro pro Jahr.

Klimaschutz auch für und mit Kindern in Ottakring

Man will auch 2009 gezielt die Kleingärtner im 16. Bezirk über das Förderangebot und die technischen Möglichkeiten informieren, beim 1. Infoabend im Kleingartenverein Waidecker im Sommer war das Interesse bereits erfreulich groß. Kooperiert wird auch mit Sanitärbetrieben in Ottakring. Neben den Kleingärtnern ist die Zielgruppe der Arbeitsgruppe im nächsten Jahr die der KonsumentInnen und die Kinder. "Wir wollen gezielt die Kinder für den Klimaschutz begeistern, viele von ihnen sind schon sensibilisiert und haben großes Interesse, ihre Um-Welt mitzugestalten", so Anita Voraberger, Vorsitzendes des Umweltausschusses. Im "Europahaus des Kindes" wurde beispielsweise im letzten Jahr ein Schwerpunkt zum Klimaschutz gesetzt, die Kinder haben das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, verschiedene Stellen dazu besucht und zum Schulschluss begeistert auch ein Klimamusical aufgeführt.

Nahversorgung schützt das Klima

Die Neugestaltung des Brunnenmarkts ist ein weiterer Beitrag zur Steigerung der Nahversorgung im Bezirk, die Bio-Angebote und Produkte der heimischen Bauern sollen dort noch weiter ausgeweitet werden. Für den Tag der Sonne 2009 ist u. a. ein Informationstag am Brunnenmarkt geplant, an dem bewusst auf die Vorzüge der regionalen Versorgung mit Lebensmittel aus dem Blickwinkel des Klimaschutzes informiert werden soll.

Thewsosan und ÖkobusinessPlan - Erfolgsmodelle auch in Ottakring

Auch die Belebung der Ottakringer Straße mit Handwerks-Betrieben, die Dinge reparieren, leisten einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz, denn wenn etwas wieder hergerichtet und nicht weggeworfen wird, dient dies zur Ressourcenschonung. "Zentral ist für uns auch die Kooperation mit dem ÖkobusinessPlan Wien, bei dem Unternehmen unterstützt werden, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zu setzen, damit die Umwelt schonen und auch Geld sparen", so Voraberger. In Ottakring gibt es bereits etliche Betriebe, die daran teilnehmen, künftig sollen weitere Ottakringer Unternehmen von den Vorzügen des ÖkobusinessPlans überzeugt werden. Auch die thermische Wohnhaussanierung ist im 16. Bezirk ein Renner, ein aktuelles Beispiel ist ein Wohnhaus nahe des Brunnenmarktes, bei dem der Heizwärmebedarf durch die thermische Sanierung um fast 3/4 des ursprünglichen Wertes reduziert werden konnte. Neben Wärmedämmung der Fassaden, Terrassen und des Daches wurde die Öl-Heizung auf Gasbrennwerttechnologie umgestellt, Wärmeschutzfenster eingebaut, die Stadt Wien förderte das Vorhaben mit 230 000 Euro.

Aktive Grünraumgestaltung als Beitrag zum Klimaschutz

Auch die Gestaltung der Grünräume ist ein Beitrag zum Schutz des Klimas. Attraktive Naherholungsgebiete, die öffentlich gut erreichbar sind, veranlassen die Menschen, öfter auf ihr Auto zu verzichten und die Stadt nicht zu verlassen. Zudem sind Grünräume und Bäume natürlich ein wesentlicher Beitrag fürs Klima. In Ottakring werden laufend Bäume gesetzt und die grüne Lunge erweitert. Parks werden attraktiviert und mit der Gebietsbetreuung auch Konzepte für den öffentlichen Raum erstellt und umgesetzt. Aktuelles Beispiel sind etwa die 'Tortenecken'-Grünräume in der Grundsteingasse, wo ein erster Umgestaltungsprozess mit den ArainerInnen gestartet wurde. (Schluss)

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