"Halloween": Jungschar kritisiert Umgang mit Ängsten von Kindern

"Nicht alle Kinder gehen unbeschwert mit Totenkopfmasken um"

Wien, 29.10.08 (KAP) Die Katholische Jungschar drängt im Zusammenhang mit dem "Halloween"-Abend am kommenden Freitag auf einen sensibleren Umgang mit Ängsten von Kindern. Kindern dürfe niemals absichtlich Angst gemacht werden, betont die größte Kinderorganisation Österreichs in einer Aussendung und mahnt einen reflektierten Umgang mit dem Thema ein. An der "schleichenden Etablierung der Kürbisköpfe und Skelettfiguren in den Kinderzimmern" zu "Halloween" profitiere vor allem die Konsum- und Freizeitindustrie.

Das aus den USA importierte "Fest der Geister und Gruselgestalten" -eine Verballhornung der christlichen Vorabendfeier von Allerheiligen - habe Eingang in die Alltagskultur gefunden, stellt die Katholische Jungschar fest. "Halloween" biete für viele Kinder eine Form der kreativen Auseinandersetzung mit Autorität. "Das Verkleiden macht Spaß und ermöglicht einen spielerischen Ausbruch aus dem eigenen Alltag. Erwachsenen muss aber bewusst sein, dass nicht alle Kinder unbeschwert mit Totenkopfmasken umgehen", erklärt der Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar, Stefan Leitner.

Wichtig sei bei allen "Halloween"-Aktivitäten, dass immer die persönliche Integrität der Mädchen und Buben gewahrt bleibe. Kein Kind dürfe gezwungen werden, sich zu verkleiden oder Gruselfilme anzusehen, betont die Katholische Jungschar.

Kinder müsse in diesen Tagen zudem der Unterschied zwischen "Halloween" und den christlichen Festen Allerheiligen und Allerseelen vermittelt werden. "Neben dem Unterhaltungsaspekt von 'Halloween' brauchen Kinder auch die Möglichkeit, sich mit Fragen zum Leben, Sterben, Tod und Auferstehung ernsthaft auseinander zu setzen", so Leitner. (forts.mgl.)
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