REAplus: Neue Technologie von RWE Power und AE&E macht Rauchgaswäsche sauberer und wirtschaftlicher

Essen/Köln (ots) -

  • 5,5 Millionen Euro teures Forschungsvorhaben soll Möglichkeiten zur weiteren Emissionsreduzierung eröffnen
  • Inbetriebnahme am Standort Niederaußem für das 2. Quartal 2009 vorgesehen RWE Power und Austrian Energy & Environment (AE&E) wollen gemeinsam Technologien zur weiteren Verbesserung der Reinigung von Rauchgasen voranbringen, die bei der Kohleverstromung entstehen. Hierzu wird in Niederaußem am bestehenden Braunkohlenkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik (BoA) das Forschungsvorhaben REAplus umgesetzt. Den Startschuss für die 5,5 Millionen Euro teure Hochleistungs-Rauchgasentschwefelungsanlage gaben heute die Vorstandsvorsitzenden der beiden Unternehmen, Dr. Johannes Lambertz, RWE Power, und Dr. Georg Gasteiger, AE&E, gemeinsam mit der Bergheimer Bürgermeisterin Maria Pfordt. Johannes Lambertz: "Neue Maßstäbe durch Zusammenführung von Betreiber- und Herstellerwissen in der Rauchgasreinigung" "Wer in der Energieversorgung auch künftig auf die Kohle setzen will, der muss voRWEg gehen und Lösungen für eine umweltverträglichere Verstromung entwickeln", erklärte Lambertz. Und weiter: "Die Zusammenführung von Betreiber- und Herstellerwissen verspricht neue Maßstäbe für die Rauchgasreinigung in Kraftwerksprozessen: Emissionswerte werden gesenkt, Betriebskosten reduziert und effiziente Möglichkeiten für eine spätere Abscheidung in CO2-Wäschen geschaffen. Mit diesem weiteren Forschungs- und Entwick-lungsvorhaben wird nicht nur die Bedeutung unseres Standorts Niederaußem gestärkt, sondern auch die wichtige Rolle der Braunkohle für den Energiemix der Zukunft." Die BoA bietet ideale Voraussetzungen, um mit REAplus zu erproben, wie das Rauchgas noch weiter gereinigt werden kann. Hierbei wird ein neuartiges Wäscherkonzept mit der Option einer integrierten Staubabscheidung untersucht, um sowohl die Schwefeldioxid-Konzentration als auch die Staubkonzentration deutlich zu senken, und zwar auf rund ein Zehntel der heutigen durchschnittlichen Emissionen. Diese Entwicklung hätte vor allem positive Effekte auf die Umgebung von Kraftwerksstandorten. "Wir sind stolz, mit diesem innovativen Projekt gemeinsam mit RWE einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz sowie als Voraussetzung einer 'capture-ready-Anlage' für die Kohlendioxid-Abtrennung leisten zu können", freute sich Georg Gasteiger. Er ergänzte: "Optimierte Abscheidegrade bei gleichzeitigem effizienten Energieeinsatz haben bei unseren Anlagen höchste Priorität." Die Errichtung der Versuchsanlage ist nach Vorlage der erforderlichen Genehmigungen in den nächsten Monaten vorgesehen, die Inbetriebnahme bereits für das 2. Quartal 2009 geplant. Sie wird vom BoA-Block mit cirka 30.000 Kubikmetern Rauchgas pro Stunde versorgt. In einem ersten Versuchszeitraum bis Mitte 2011 werden die zu erreichenden Abscheidegrade untersucht. Zudem wird das neue Wäscherkonzept auf seine Tauglichkeit für den Dauerbetrieb getestet. Georg Gasteiger: "Priorität für optimierte Abscheidegrade" Georg Gasteiger: "Die REAplus weist uns den Weg zu einer neuen Technologie, die das Rauchgas aus der Kohleverfeuerung effizienter reinigt. Aktuelle Forschungsaktivitäten der AE&E betrachten auch den nachfolgenden Verfahrensschritt der CO2-Wäsche mit innovativen Waschmedien. Diese Aktivitäten zeigen, dass wir als Hersteller energietechnischer Anlagen unsere Verantwortung zur Reduktion der Emissionen aus fossil gefeuerten Kraftwerken ernst nehmen."

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