ÖAMTC ist ab sofort behördlich ermächtigt, bundesweit Ausbildung für die Berufskraftfahrer-Weiterbildung durchzuführen

Gut ausgebildete Berufskraftfahrer bedeuten Sicherheit im Straßenverkehr und wirtschaftlichen Erfolg für jedes Unternehmen

Wien (OTS) - Für Buslenker gilt sie seit 10. September 2008, für Lkw-Lenker tritt sie am 10. September 2009 in Kraft. Die Rede ist von der Grundqualifikations- und Weiterbildungs-Verordnung für Berufskraftfahrer. Was sperrig klingt, regelt, welche Ausbildungen Berufskraftfahrer jetzt (Bus) bzw. in Zukunft (Lkw) vorweisen müssen. Mit der neuen Verordnung dürfen in ganz Europa ab In-Kraft-Treten nur mehr jene Fahrer als Berufskraftfahrer im Personen- und Güterbeförderungsgewerbe unterwegs sein, die über eine entsprechende Ausbildung verfügen und sich alle fünf Jahre mindestens 35 Stunden weiterbilden. In der Verordnung ist auch geregelt, wer ausbilden und wo ausgebildet werden darf. Die Weiterbildungen dürfen nur in behördlich anerkannten Ausbildungsstätten durchgeführt werden. "Die ÖAMTC-Fahrerakademie kann und darf zur Zeit als einzig berechtigte Ausbildungsstätte bundesweit diese Weiterbildung theoretisch und praktisch durchführen", sagt Gerhard Blümel, Leiter der ÖAMTC Lkw-/Bus-Fahrerakademie.

Praxisnahe Ausbildung österreichweit in allen neun ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren

Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben bestehen die Berufskraftfahrer-Weiterbildungskurse in den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren aus fünf Trainingstagen. Die Kurse werden im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zielgruppenorientiert auf die unterschiedlichen Anforderungen der Firmen und ihrer Fahrer abgestimmt. Die einzelnen Module können in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Ein Trainingstag muss mindestens sieben Stunden dauern. Es gibt keine Vorgaben, wann die Kurse innerhalb der vorgeschriebenen fünf Jahre absolviert werden müssen. "Der Idealfall ist aber natürlich ein Ausbildungstag pro Jahr. So ist gewährleistet, dass der Berufskraftfahrer kontinuierlich weitergebildet wird", empfiehlt ÖAMTC-Experte Blümel.

Die in der Verordnung vorgeschriebenen Themenbereiche sind Brems-& Sicherheitstechnik, wirtschaftliche Fahrweise, Ladungssicherung für Lkw (Führerscheinklassen C+C1) und für Busse (Führerscheinklasse D), Anwendung der Vorschriften für Lkw und Anhänger (C, C+E, C1, C1+E) und für Busse und Anhänger (D, D+E), sowie Gesundheit, Ergonomie & Umweltsicherheit. Wer die vorgeschriebene Weiterbildung nicht nachweisen kann, behält zwar die Lenkerberechtigung, darf aber nicht im gewerblichen Personen- und Güterverkehr tätig sein. Die Weiterbildung für Lkw-Fahrer ist zwar erst ab September 2009 vorgeschrieben. Trainings, die ab Jänner 2009 durchgeführt werden, können für die neue Verordnung aber bereits angerechnet werden.

Investition in gute Ausbildung rechnet sich nach kurzer Zeit

Der ÖAMTC führt bereits seit über 20 Jahren österreichweit freiwillige Weiterbildungskurse auf hohem Niveau für Bus- und Lkw-Fahrer durch. "Unsere Erfahrung zeigt, dass gezielte Weiterbildungsmaßnahmen die Anzahl der Unfälle drastisch verringern", unterstreicht Blümel die Kompetenz und Erfahrung des Clubs in diesem Bereich. Auch bei Economy-Trainings kann der ÖAMTC bereits auf Erfolge verweisen. So haben 2006 österreichweit 2.800 ÖBB-Postbus-Fahrer Economy-Trainings in den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren absolviert. Das Ergebnis für die gesamte ÖBB-Postbus-Flotte war eine nachhaltige Sprit-Ersparnis von zwei Millionen Litern Kraftstoff jährlich. Das sind fünf Prozent des Gesamtverbrauchs.

Trotz positivem Trend der Unfallstatistik im Lkw- und Bus-Bereich: Verantwortung verpflichtet - Training für Profis am Steuer

Wer mit 50 Passagieren unterwegs ist, trägt große Verantwortung. Allein in Österreich werden jedes Jahr 50 Millionen Gäste im Reiseverkehr befördert, im öffentlichen Personennah- und Regionalverkehr sind es mehr als 550 Millionen Menschen. 75.000 schwere Lkw transportieren jährlich ca. 315 Millionen Tonnen Güter im Inland. Entsprechende Qualifikationen von Berufskraftfahrern sollen mithelfen, das EU-Ziel - einer drastischen Reduktion der im Straßenverkehr Getöteten bis 2010 - zu erreichen. "Die ÖAMTC-Fahrerakademie bietet schon seit Jahren eine praxisnahe Ausbildung auf freiwilliger Basis an. Dieses erfolgreiche Fahrertraining zeigt nachhaltig Wirkung. Das Investment rechnet sich unmittelbar - von der Motivation für den Mitarbeiter, über Spriteinsparung bis zur Reduktion von Unfällen und die oft unterschätzten Folgekosten bei Schäden", sagt Blümel abschließend.

Nähere Informationen zur Berufskraftfahrer-Verordnung findet man unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit

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