Außenministerin Plassnik verurteilt Christenverfolgung in Mossul

Wien, 29.10.08 (KAP) Die amtierende österreichische Außenministerin Ursula Plassnik hat die Christenverfolgung in der nordirakischen Metropole Mossul scharf verurteilt. Wörtlich sagte die Ministerin:
"Menschen wegen ihres Glaubens zu bedrohen, zu verfolgen und zu vertreiben, ist inakzeptabel. Die jüngsten Ereignisse im Nordirak sind nicht nur besorgniserregend, sie werfen auch einen Schatten auf den Aufbau einer offenen und demokratischen Gesellschaft im Irak". Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind nach Todesdrohungen und Übergriffen allein in den letzten zwei Wochen 13.000 Christen aus Mossul geflohen. Österreich setze sich "nachhaltig" für die Rechte der Christen im Irak ein, betonte die Außenministerin.

Ursula Plassnik verwies auf den Einsatz der Europäischen Union zum Schutz der "legitimen Rechte" der christlichen Minderheit im Irak. Auf Betreiben der EU seien "klare Schutzrechte für religiöse Minderheiten in die irakische Verfassung aufgenommen" worden. Jetzt gelte es, diesen Schutzrechten auch konkret im Alltagsleben zum Durchbruch zu verhelfen. Die EU setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass die Bagdader Regierung den irakischen Christen effektiven Schutz bietet und die Täter zur Verantwortung zieht, so Plassnik. Auch für den Irak gelte: "Vielfalt und Pluralismus sind keine Gefahren, sondern Kraftquellen für Entwicklung, Fortschritt und Frieden". (forts mgl)
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