Josef Hechenberger zur "Grünen Offensive": Wir müssen unsere Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer auf die Zukunft vorbereiten

Zwischenbilanz des Diskussionsprozesses rund um die Zukunft der Landwirtschaft von Landwirtschaftsminister Josef Pröll

Wien (OTS) - Die österreichische Gesellschaft hat eine starke Landwirtschaft und braucht sie auch in Zukunft. Jeder sechste Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt mit der Agrarwirtschaft zusammen. Die Landwirtschaft bietet vor allem für junge Hofübernehmerinnen und -übernehmer einen interessanten Gestaltungsspielraum. Natürlich stellen sich viele junge Nachwuchskräfte die Frage, wie sie zukünftig ihren Betrieb ausrichten sollen, um den zunehmenden Wettbewerb auf den Märkten sowie den steigenden gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Den jungen Menschen muss eine eindeutige und langfristige Zukunftsperspektive aufgezeigt werden", so Josef Hechenberger, Leiter des Arbeitskreises "JungunternehmerInnen und JungübernehmerInnen" und Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol im Rahmen der ersten Zwischenbilanz zur "Grünen Offensive" - dem Diskussionsprozess rund um die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft von Landwirtschaftsminister Josef Pröll.

"Tendenzen erkennen, Chancen ausloten und gezielte Maßnahmen unter der Prämisse der marktgerechten betrieblichen Ausrichtung ergreifen, verlangt den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern Großes ab. Es wird unsere Aufgabe sein, strategische Vorarbeit und Unterstützung zu geben, den Markt bestmöglich zu bedienen und den unternehmerischen Erfolg zu maximieren", so Hechenberger weiter.

Grundvoraussetzungen für einen Jungunternehmer beziehungsweise eine Jungunternehmerin sind Wissen und eine starke Unternehmerpersönlichkeit. Die Schwerpunktthemen des Arbeitskreises "JungunternehmerInnen und JungübernehmerInnen" liegen in den Bereichen Produktivität und Betriebswirtschaft, Orientierung an die Marktwirtschaft, Bewusstsein zur Landwirtschaft sowie Einkommen, Beratung, Bildung, Berufung und Begleitung. Diese Schienen sollen offensiv angegangen werden, um jungen Betriebsführerinnen und Betriebsführern stärker an Innovationen heranzuführen und Sicherheit in der Betriebs- und Unternehmensführung zu geben.

"Wesentliche Faktoren sind Ausbildung und laufende Weiterbildung. Fundiertes Basiswissen und darauf aufbauende Bildung sind das Um und Auf. Wir leben in einer Zeit, in der die Welt immer mehr zusammen rückt. Es muss daher auch für uns Bauern Grundvoraussetzung sein, Sprachen zu lernen und beispielsweise Englisch als selbstverständlich zu betrachten. Es muss uns auch bewusst sein, dass keine andere Berufsgruppe über ein derartig funktionierendes und pulsierendes Netzwerk verfügt, wie wir Bäuerinnen und Bauern. Wir können als Teil davon nur profitieren und Nutzen darauf ziehen, sowohl für den Betrieb als auch persönlich. Nicht zuletzt hat die Jungbauernschaft/Landjugend schon unzählige kompetente politische und Führungspersönlichkeiten hervor gebracht," sagte Hechenberger.

"Der Betrieb "Bauernhof" ist wie ein Wirtschaftsunternehmen mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu betrachten. Klare Kalkulationen, Stärken-Schwächen-Analyse, Teamwork und partnerschaftliche Betriebsführung, Ausrichtung auf die Marktgegebenheit usw. sind die Parameter für den langfristigen Erfolg. Durch die Kombination all dieser Faktoren wird sich Weizen von Spreu trennen und eine neue Generation von Bäuerinnen und Bauern hervorbringen: die Profibauern. Profibauern werden diejenigen sein, die die Zeichen der Zeit erkennen, das Optimum aus ihren Betrieben auf innovative Weise herausholen und dabei die traditionelle Wert nicht aus den Augen verlieren," so Hechenberger.

Im April 2008 gab Landwirtschaftsminister Josef Pröll den Startschuss zur "Grünen Offensive", den Diskussionsprozess über die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft. Dieser Diskussionsprozess wird abgekoppelt von der Tagespolitik und der Interessenspolitik geführt und soll so Orientierung für die Land- und Forstwirtschaft bieten, fachspezifische Sektorenüberlegungen anstellen und die Basis für künftige politische Positionierungen bilden. Neu ist auch, dass neben den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Branche auch Externe eingeladen wurden, sich am Prozess zu beteiligen.

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