Trio des Jahres: Fest des Mittelstandes

KMU sollen angesichts der Finanzkrise bestmöglich abgesichert werden

Wien (PWK812) - Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf den Mittelstand waren das beherrschende Thema der Festreden anlässlich der 16. Auflage der Verleihung des "Trio des Jahres", gestern, Montag Abend, in der Bank Austria. Sowohl Bundeskanzler Alfred Gusenbauer als auch Wirtschaftsminister Martin Bartenstein betonten, dass die heimischen KMU noch Unterstützung von staatlicher Seite zu erwarten hätten. Für WKÖ-Präsident Christoph Leitl ist es wichtig, nun ein Zeichen der Ermutigung zu setzen, um die Krise zu bewältigen. Georg Toifl, Obmann der BS Gewerbe und Handwerk, sowie Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der BS Information und Consulting, unterstrichen, dass die Unternehmen auch in der Krise stabile und bestandsfähige Garanten für Arbeitsplätze seien.

Wie Leitl ausführte, sind die Preisträger des "Trio des Jahres" "in Generationen denkende Unternehmer, die ihre Betriebe durch Geduld, Fleiß, Innovationskraft und Leistungsbereitschaft entsprechend positioniert haben und die durch ihre Leistungen Optimismus verbreiten". Denn auch heuer würden wieder, trotz der Finanzkrise, an die 30.000 junge Unternehmer den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Und für diese seien die ausgezeichneten Unternehmer das beste Beispiel für Erfolg.

Für die beiden Spartenobleute Toifl und Pollirer gilt es nun, mehrere konkrete Maßnahmen zur Unterstützung des Mittelstandes umzusetzen. Toifl nannte hier die Umsetzung einer Lohnsteuerreform, die sowohl den Unternehmen als auch den Mitarbeitern hilft, sowie rasch wirkende Finanzmittel wie etwa die vorzeitige Abschreibung von Investitionen. "Die Wirtschaft ist dafür da, Beschäftigung und Wohlstand zu sichern. Gewerbe und Handwerk haben in den vergangenen 15 Jahren erfolgreich Arbeitsplätze geschaffen und nicht exportiert und damit einen wesentlichen Teil zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich aber auch dessen Erfolg beigetragen", so Toifl.

Auch der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem echten Standortfaktor entwickelt: "Inzwischen erwirtschaften wir am Standort Wien sieben Mal mehr Wertschöpfung als im Tourismus und beschäftigten auch deutlich mehr Mitarbeiter als dieser", so Pollirer. Für die nächste Regierung wünscht sich Pollirer ein modernes Zukunftsministerium, in dem alle IKT-Belange zusammengefasst werden.

Gusenbauer: Realwirtschaft durch nachhaltige Maßnahmen stabilisieren

"Dass das Trio des Jahres eine Ermutigung der KMU darstellt, ist erfreulich, weil diese das Rückgrat der heimischen Wirtschaft sind. Auch wenn wir immer über die Großen in den Zeitungen lesen, weiß man, dass man sich auf die KMU verlassen kann", so Bundeskanzler Gusenbauer. Momentan habe man es nicht mit einer alltäglichen Wirtschaftskrise zu tun. Die Gründe hierfür seien vielfältig und lägen in den Ungleichgewichten in der Welt. Jene Mittel, die den Banken im Rahmen des Hilfspaketes zur Verfügung gestellt werden, seien für diese jedenfalls nicht umsonst. Zentrale Herausforderung sei jetzt, die Realwirtschaft durch nachhaltige Maßnahmen wie eine Investitionsprämie zu stabilisieren. "Außerdem brauchen wir Unternehmerinnen und Unternehmer, die vor diesem Umfeld nicht kapitulieren. Und die heutigen Preisträger stehen stellvertretend für diese", so der Bundeskanzler.

Bartenstein: Darf nicht zu Kreditklemme für KMU kommen

"Der Mittelstand verdient es, bestmöglich gegen die Kollateralschäden der Finanzkrise abgesichert zu werden", betonte Wirtschaftsminister Bartenstein. Es dürfe zu keiner Kreditklemme für die Unternehmen kommen. Auch wenn die Ursachen der Krise nicht in Österreich lägen, müsse man nun die Krise aber mit ausbaden. Mit dem Bankenhilfspaket habe man einen "staatlichen Schutzschirm" aufgespannt. In einer zweiten Welle gelte es nun, über Forschungs-und Investitionsförderungen nachzudenken, um den Mittelstand, der sich als innovativ und krisenfest präsentiert, jetzt zu stärken.

Ihre Glückwünsche an die Preisträger sprachen an diesem Abend auch die Co-Veranstalter, vertreten durch Ralph Müller, Vorstandsdirektor Bank Austria Uni Credit, Reginald Benisch, Chefredakteur des Trend, sowie Helmut A. Gansterer, Co-Herausgeber Trend, aus. Das Unternehmertrio des Jahres ist eine Gemeinschaftsinitiative der Bank Austria mit dem Wirtschaftsmagazin Trend, den WKÖ-Bundessparten Gewerbe und Handwerk sowie Information und Consulting. (us)

Fotos zur Veranstaltung finden Sie zum Download unter www.fotodepot.at/triodesjahres2008. Abdruck honorarfrei unter Angabe der Quelle: WKÖ.

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