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BMSK-Fachtagung untersucht Zusammenhänge von sozialer Lage, Gender und Gesundheit

Wien (BMSK) - Die Interdependenz zwischen sozialen Chancen, Gender und Gesundheit steht im Mittelpunkt einer heute in Wien stattfindenden Tagung des Bundesministeriums für Soziales und Konsumentenschutz in Kooperation mit dem Institut für Frauen- und Männergesundheit. ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis diskutieren aktuelle Daten zu Gesundheit, Gender und Armut. "Armut und Gesundheit haben einen unleugbaren Zusammenhang. Alle Daten belegen dies. Die Erforschung und das Erarbeiten von Handlungsansätzen für die Praxis sind zu einer der größten Herausforderungen der Gesundheits- und Sozialpolitik geworden. Von dieser Tagung sollen Impulse für neue Strategien ausgehen", erklärt Sozialminister Erwin Buchinger die Intention der Fachtagung. ****

Die Forschung zeigt überdies, dass Frauen und Männer einen unterschiedlichen Zugang zu Gesundheit und Krankheit haben. Männer halten sich in der Regel für gesünder als Frauen, Frauen nehmen häufiger das Gesundheitssystem in Anspruch und achten besser auf ihren Körper. Frauen werden von der Medizin stärker pathologisiert. Ein Drittel aller Frauen nimmt regelmäßig Medikamente ein, bei den Männern ist es ein Fünftel. Die Lebenserwartung der Männer liegt in Österreich etwa 7 Jahre unter jener der Frauen. Neben einem riskanteren Lebensstil zählen Suizide und auch Unfälle zu den Hauptursachen.

Gesundheit und Migration

Zu der besonders armuts- und damit gesundheitsgefährdeten Personengruppe zählen AusländerInnen und MigrantInnen. Prof. Oliver Razum, wird bei der Tagung Ergebnisse aus Studien vorstellen, die Gesundheitsversorgung und Gesundheitsverhalten von MigrantInnen im Rahmen der bundesdeutschen "Gesundheitsberichterstattung"untersuchen. Der Vortrag wird neben den konkreten Schlussfolgerungen aus dem Schwerpunktbericht "Migration und Gesundheit" auch auf methodische Schwierigkeiten und Schlussfolgerungen für zukünftige Forschungsansätze eingehen.

Weitere Vortragende der Tagung sind u.a. Univ. Prof. Dr. Siegfried Meryn, dessen Referat "nationale und internationale Befunde zur Männergesundheit und sozialer Benachteiligung" zum Inhalt hat. Die Wiener Frauengesundheitsbeauftrage Frau Ao. Univ.Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger beleuchtet die weibliche Gesundheit im sozialen Kontext.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz
Mag. Oliver Gumhold
Pressereferent-Öffentlichkeitsarbeit
Büro des Sozialministers
Tel.01-71100-2269

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