ÖSTERREICH: AUA-Verkauf wahrscheinlich erst vier Wochen später

Umstrittene Punkte des Lufthansa-Angebots sollen laut Insidern des ÖIAG-Aufsichtsrats erst geprüft werden

Wien (OTS) - Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer morgigen (Montag) Ausgabe berichtet, wird die Entscheidung über den Verkauf der AUA aller Voraussicht nach um vier Wochen aufgeschoben.
Der von Insidern aus dem ÖIAG-Aufsichtsrat am Sonntag genannte Grund: Es gibt zu viele Unklarheiten bezüglich des Angebots der Lufthansa.
Die laut Insidern kritischen Punkte: "Es ist nicht klar, ob der Deal überhaupt dem Privatisierungsauftrag entspricht. Vor allem die in dem Auftrag fix verankerte Wahrung der Interessen des Wirtschaftsstandortes, insbesondere des Flughafens Wien, ist offenbar nicht ausreichend garantiert. Statt der verlangten österreichischen AUA-Sperrminorität will die Lufthansa nur eine Stiftungskonstruktion anbieten, über die gewisse Kontrollrechte ausgeübt werden sollen. "Zudem ist offen, ob die ÖIAG ohne Gesetzesänderung wie von der Lufthansa verlangt 500 Mio. Euro AUA-Schulden übernehmen kann. In der Kürze der Zeit sei das nicht zu klären, so der Insider.
Ebenfalls Unsicherheit gibt es, ob der ganze Verkaufsprozess den EU-Regeln entsprochen hat. Vor allem Air France-KLM hat sich diesbezüglich öffentlich beschwert.
Und: Es gibt Aufsichtsratsmitglieder, die angesichts der unsicheren Lage nun eine Prüfung verlangen, wie hoch die AUA-Verluste heuer tatsächlich ausfallen werden.
Am Montag entscheidet der ÖIAG-Aufsichtsrat. Derzeit wird hektisch geklärt, ob die Lufthansa einem Aufschub überhaupt zustimmt, oder in diesem Fall aussteigt. Spätestens Montag Mittag will der ÖIAG-Aufsichtsrat das Ergebnis seiner Sitzung bekannt geben.

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