Verdiente Ehrung für gesellschaftliche Verdienste

LH Sausgruber überreichte Landes- und Bundesauszeichnungen

Bregenz (VLK) - Auch heuer nimmt Landeshauptmann Herbert
Sausgruber den Nationalfeiertag (Sonntag, 26. Oktober) zum Anlass, um eine Reihe von Landes- und Bundesauszeichnungen an verdienstvolle Persönlichkeiten zu überreichen. "Das ist eine willkommene Gelegenheit, um jene Menschen, die sich weit über das normale Maß hinaus für die Allgemeinheit engagieren, verdientermaßen zu ehren", so Sausgruber.

Elf Auszeichnungen des Landes und drei des Bundes wurden im Rahmen eines Festaktes im Montfortsaal des Landhauses überreicht:

Landesauszeichnungen:

Der langjährige ALPLA-Chef Alwin Lehner aus Hard erhielt das Goldene Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg. "Damit zeichnen wir einen Unternehmer mit großem Pioniergeist aus, der ein Unternehmen von Weltruf mitgeschaffen und dadurch wesentliche Akzente für die Vorarlberger Wirtschaft gesetzt hat", so LH Sausgruber. Alwin Lehner war vor allem im technischen Bereich wegweisend und hat durch seine Ideen viel zum raschen Wachstum der Firma ALPLA beigetragen (Stichwort "Alplamat"). Das Unternehmen zählt heute 119 Werke in 32 Ländern mit zusammen etwa 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 600 Beschäftigte haben ihren Arbeitsplatz am Firmensitz in Vorarlberg. ALPLA ist weltweit führend in Sachen Verpackungslösungen, ob für Lebensmittel, Fruchtsäfte, Waschmittel oder Treibstoffe. Alwin Lehner hat die Firma ALPLA 1955 zusammen mit seinen Geschwistern gegründet, 1992 übergab er die Geschäftsführung an seinen Sohn.

Das Silberne Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg geht an vier verdiente Persönlichkeiten:
- Der aus Wald am Arlberg stammende Professor Manfried Gantner war von 2003 bis 2007 Rektor der Universität Innsbruck. Zu seinen maßgeblichen Erfolgen und Verdiensten zählt die Umsetzung des Universitätsgesetzes 2002, das den Universitäten einen neu zu gestaltenden autonomen Wirkungsbereich brachte, für die Uni Innsbruck. Als Stellvertretender Vorsitzender der Österreichischen Rektorenkonferenz konnte Professor Gantner sein Fachwissen als Finanzwissenschafter auch für die gemeinsamen Anliegen der österreichischen Universitäten einbringen.
- Caritasseelsorger Elmar Simma aus Rankweil hat im Sozialwesen in Vorarlberg viele Spuren hinterlassen - in der offenen Jugendarbeit als Schirmherr des Projektes "Graf Hugo", als langjähriger Priester und Begründer von sozialen Netzwerken, die bis heute Bestand haben, als Lehrer am Institut St. Josef und im Bereich der Krankenpflegeschulen und als federführender Mitinitiator der Hospizbewegung sowie als Impulsgeber für den interreligiösen Dialog. Auch die Aus- und Fortbildung von ehrenamtlich Engagierten gehört zum verdienstvollen Wirken von Elmar Simma.
- Werner Walser aus Innerbraz ist seit 1982 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde und hat es in diesen zweieinhalb Jahrzehnten geschafft, eine Vielzahl kommunalpolitischer Vorhaben umzusetzen. Dazu zählen der Ausbau der Dorfstraße L 97 und der Gemeindestraßen, umfangreiche Wildbach- und Lawinenverbauungen, die Ortskanalisation sowie die Gemeindewasserversorgung. Zukunftsweisende Investitionen waren auch der Neubau eines Mehrzweckgebäudes und das neue Feuerwehr-Gerätehaus sowie die Errichtung einer Biomasse-Heizanlage für mehrere gemeindeeigene und private Gebäude.
- Ulrich Welte aus Bregenz stand von 1994 bis 2006 als Landesfeuerwehrinspektor und Landesfeuerwehrkommandant an der Spitze von 7.400 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten. In diesen Funktionen hat er den Ausbau eines wirkungsvollen flächendeckenden Alarmierungssystems, die technische Modernisierung der Feuerwehren und die Weiterentwicklung der Landesfeuerwehrschule vorangetrieben. Die Mitwirkung beim Aufbau der internationalen Spezialeinheit SARUV (Search and Rescue Unit Vorarlberg) belegt sein Engagement über die Landesgrenzen hinaus. Vorarlbergs Feuerwehren hatten in der Ära Welte viele Bewährungsproben zu bestehen, vom Zugsunglück in Braz 1995 bis zur Hochwasserkatastrophe im August 2005.

Zwei Persönlichkeiten erhalten das Große Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg:
- Kurt Amann aus Dornbirn war Mitbegründer und 17 Jahre lang Obmann des Landesverbandes der Vorarlberger Eigentümervereinigung. Ziel dieser Institution ist die Wahrung und Förderung aller Rechte von Grundeigentümern zur Sicherung, zum Schutz und zur Schaffung von privatem Eigentum. Heute nutzen rund 3.700 Mitglieder die Leistungen dieser Vereinigung.
- Professor Wilhelm Holzbauer aus Wien ist bekannt als Architekt des Landhauses in Bregenz. Dieses gilt nicht nur als Meilenstein in der Vorarlberger Architektur, sondern entspricht als Verwaltungsbau mit effizientem Raum- und Funktionsprogramm auch nach mehr als 20 Jahren den Anforderungen einer modernen Verwaltung.

Weitere vier Persönlichkeiten dürfen das Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg entgegennehmen:
- Elfi Meusburger aus Lustenau hat 1992 ein privates Hilfsprojekt für die Tschernobyl-Opfer mitbegründet, in dem sie seither federführend mitarbeitet. Ehrenamtlich setzt sie sich für Familien, insbesondere Kinder und Jugendliche in den verstrahlten Gebieten in Weißrussland ein.
- Margareta Schindler aus Kennelbach ist Mitinitiatorin des Vereins "Jugenderholungsheim Bürs". Seit über 30 Jahren organisiert sie Erholungsurlaube für Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren.
- Emil Böhler aus Wolfurt ist seit 50 Jahren leidenschaftlicher Imker; 1997 wurde er zum Obmann des Vorarlberger Imkerverbandes gewählt. Besondere Verdienste hat er sich in der Feuerbrand-Problematik erworben.
- Hubert Löffler aus Feldkirch hat vor zehn Jahren die Gründung des Förderkreises "Netz für Kinder" initiiert. Heute sind 80 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ganzen Land tätig, um Kindern in schwierigen Lebenssituationen zu helfen.

Bundesauszeichnungen:

  • Die Ornithologin Rita Kilzer aus Bludenz erhält den Berufstitel "Professorin" verliehen. Sie ist eine der erfolgreichsten Autodidaktinnen in der österreichischen Ornithologie und seit vielen Jahren eine der führenden Expertinnen. Als federführende Mitarbeiterin am Brutvogelatlas in Vorarlberg und Leiterin von BirdLife Vorarlberg leistet sie wertvolle Arbeit auf dem Gebiet der Vogelkunde.
  • Dem langjährigen Direktor der Musikschule Mittleres Rheintal, Alfred Mayer, wird ebenfalls der Berufstitel "Professor" verliehen. Er hat sich um die Entwicklung der Instrumentalerziehung große Verdienste erworben und die Region des mittleren Rheintals hat durch seine Bemühungen ein pulsierendes Konzertleben erhalten. Das Land Vorarlberg hat Alfred Mayers Verdienste schon 1997 mit dem Großen Verdienstzeichen gewürdigt.
  • Der junge Sportschütze Alexander Uhl aus Ludesch erhält für seine internationalen Topleistungen das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Er war Mitglied des österreichischen Teams, das bei den Weltmeisterschaften 2006 in Zagreb die Silbermedaille in der Disziplin "50 Meter liegend" gewann.
  • Stefan Reisenhofer aus Höchst erhält für die Rettung eines Menschenlebens die Goldene Medaille am roten Band für Verdienste um die Republik Österreich. Gemeinsam mit zwei Bergkameraden ist es ihm im letzten Jahr im Gebiet des Großglockners gelungen, unter Einsatz des eigenen Lebens einen schwerverletzten Mann aus einer Gletscherspalte zu bergen.

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