ARBÖ: Kurzparken kostet am wenigsten in Leibnitz, am meisten in Wien

Von 0 bis zu 60 Cent für 30 Minuten - Kurzparkzonenregelungen ein "Fleckerlteppich"

Wien (OTS) - =

Österreich ist ein sehr föderales Land, zumindest was Kurzparkzonen betrifft. Preise und maximale Parkdauer können sehr unterschiedlich sein, wie eine aktuelle Erhebung des ARBÖ-Informationsdienstes zeigt. Die Kurzparkparkzonen-Übersicht findet man im Internet unter www.arboe.at.

Die Preise in den einzelnen Städten und Gemeinden schwanken zwischen Null Euro (u.a. in Eferding, Feldbach, Güssing, Horn und Völkermarkt) und 2,40 Euro für zwei Stunden (in Wien). Auch, wie lange man sein Fahrzeug in den zumeist blau gekennzeichneten Zonen abstellen darf, ist ziemlich unterschiedlich. Die maximale Parkdauer liegt zwischen 30 Minuten (u.a. in Kufstein) und 600 Minuten (Leoben). "Die Parkhöchstdauer schwankt nicht nur zwischen den Städten und Gemeinden, sondern manchmal auch in den Städten selbst. Ein Beispiel ist die steirische Landeshauptstadt Graz: Hier kann man in der blauen Zone bis maximal drei Stunden parken. In der angrenzenden grünen Zone kann man pro angefangener halbe Stunde um 30 Cent unbegrenzt stehen", weiß ARBÖ-Experte Thomas Haider.

Der ARBÖ hat eine Übersicht über die jeweiligen Kurzparkzonenregelung in allen Landeshauptstädten sowie den Bezirksvororten und den sogenannten Statutarstädte erstellt. Als Vergleichsbasis wurden die zum Teil sehr unterschiedlichen Gebühren auf die Basis der Preise von 30 Minuten umgerechnet. Die billigste, kostenpflichtige Kurzparkzone findet sich mit 11,5 Cent in der südsteirischen Bezirkshauptstadt Leibnitz. Am teuersten parkt man um umgerechnet 60 Cent in St. Veit/Glan, Tamsweg und Wien. "Tamsweg bildet hier allerdings eine Ausnahme, da seit Anfang Oktober die Kurzparkzonen gebührenfrei benutzt werden. Insgesamt zeigt die Erhebung des ARBÖ ein sehr uneinheitliches Bild, was sowohl die Parkgebühren (zehn Cent/sechs Minuten in Bad Aussee), als auch die maximale Parkdauer (128 Minuten in Neusiedl/See oder 45 Minuten in Feldkirch) betrifft. Allerdings zeigt sich auch, dass die meisten untersuchten Orte (rund 48 Prozent) umgerechnet 50 Cent pro 30 Minuten verlangen.

Ebenfalls ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass in den meisten Städten bzw. Orten die Parkgebühr mittels Parkautomat bezahlt werden muss. Nur in wenigen Ausnahmen, wie Wien, wird die Gebühr mittels Parkschein entrichtet. Das M-Parken ist in nur sieben der insgesamt 61 untersuchten Orte möglich. Aber auch in Gleisdorf kann man bequem mittels Handy die fällige Kurzparkzonengebühr bezahlen.

"Insgesamt merkt man anhand unserer Erhebung, das Österreich doch ein sehr 'föderales' Land ist. Da die Regelung der Parkometerabgabe direkt in die Kompetenz der Städte und Gemeinden fällt, ist diese nicht einheitlich. Als Ortsfremder sollte man sich daher sehr gut informieren, welche Parkregelungen gelten. Im Hinblick auf den bald beginnenden Weihnachtseinkaufsverkehr wäre eine rasche Harmonisierung zumindest im jeweiligen Bundesland sehr wünschenswert", fordert Thomas Haider abschließend.

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