"Thema" am 27. Oktober: Fall Kampusch - Gab es weitere Opfer?

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 27. Oktober 2008, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Fall Kampusch - Gab es weitere Opfer?

"Ich begrüße die Wiederaufnahme von Ermittlungen", sagt Natascha Kampusch in einem Exklusiv-Interview für "Thema". Vor zwei Jahren hat die Staatsanwaltschaft den Fall abgeschlossen. Hauptgrund für die neuen Ermittlungen: Es könnte weitere Opfer von Natascha Kampuschs Entführer Wolfgang Priklopil geben. Mit dieser Mitteilung ließ Justizministerin Maria Berger aufhorchen. Die wichtigste Motivation für neue Ermittlungen sei die immer wieder auftauchende Theorie, dass es Mittäter gegeben hätte - da seien weitere Opfer nicht auszuschließen, so die Ministerin. Schon in den nächsten Tagen könnte eine neue "Sonderkommission Kampusch" ihre Arbeit beginnen. Was Natascha Kampusch dazu sagt und welche Hintergründe das Aufrollen eines der spektakulärsten Kriminalfälle Österreichs hat, haben Christoph Feurstein und Eva Kordesch für "Thema" recherchiert.

Obduktion - Nein danke

Ein junger Mann findet seine Freundin tot in der Badewanne. Der Arzt ordnet eine Obduktion an. Erst vier Tage später kommt das Ergebnis:
Die junge Frau starb an einer Kohlenmonoxydvergiftung. Die Therme war defekt. Vier Tage lang hätte höchste Lebensgefahr für die drei Mitbewohner der Frau bestanden, wären sie nach dem Schock nicht vorübergehend ausgezogen.
In einem Obdachlosenheim der Caritas stirbt ein Bewohner. "Multiorganversagen" schreibt der Arzt in den Totenschein. Der Sohn des Verstorbenen besteht auf einer Obduktion. Zwei Wochen lang passiert nichts. Erst am 3. Oktober wird das Wohnheim informiert, dass der Verstorbene unter offener Lungentuberkulose gelitten hatte. Zwei Fälle, die eine Ursache haben - die Schließung der Wiener Gerichtsmedizin Anfang des Jahres. Statt 1.500 Obduktionen pro Jahr gibt es jetzt nur noch knapp 200. Infektionskrankheiten könnten sich wieder ausbreiten, so manche Mordfälle würden unentdeckt bleiben, befürchten Kritiker. Eine "Thema"-Reportage von David Krutzler.

Unfruchtbar - was nun?

Birgit Sschwarz und Thomas Polak aus Wiener Neustadt wünschen sich sehnlichst ein Kind. Doch Thomas Polak ist unfruchtbar. Wie den beiden geht es nach Schätzungen von Experten jedem sechsten Paar in Österreich - Tendenz steigend. Auffallend: In den meisten Fällen liegt es am Mann. Als Ursachen werden Stress und Umweltbelastungen vermutet. Kinderwunschkliniken boomen. Auch Birgit Schwarz und Thomas Polak entschließen sich zu einer künstlichen Befruchtung. "Thema" darf beim Schöpfungsakt im Labor des Instituts "Adebar" dabei sein -und begleitet zwei weitere Paare, die den Traum vom Kind nicht aufgeben wollen.

Sabine Ladstätter: Frischer Wind in der Archäologie

Sie wirbelt Staub auf: Der 39-jährigen Archäologin Sabine Ladstätter ist ein Sensationsfund gelungen. Im türkischen Ephesos haben sie und ihr Team einen Nobelfriedhof aus der römischen Kaiserzeit entdeckt. Das Besondere: Die wertvollen Grabbeigaben wurden nicht geplündert, 13 Schmuckstücke aus Gold wurden gefunden. Der Erfolg freut Sabine Ladstätter besonders, denn die Bestellung der jungen Frau zur stellvertretenden Grabungsleiterin im österreichischen Vorzeige-Archäologieprojekt Ephesos war auf massiven Widerstand der konservativen männlichen Kollegenschaft gestoßen. Sabine Ladstätter bringt frischen Wind in die angestaubte Welt der Archäologie. Waren ihre Vorgänger ältere Herren mit autoritärem Führungsstil, pflegt die neue Chefin einen lockeren und kollegialen Umgang mit ihren 250 internationalen Mitarbeitern. Immer mit dabei ist ihre kleine Tochter Hemma, die das Leben auf der Grabungsstätte mit kindlicher Begeisterung genießt. Ein "Thema"-Porträt einer Frau, die Geschichte wieder lebendig machen will. Von Thomas Macho.

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