"Janineum": Ein Beispiel für die "Begegnung der Nationen"

Buch zum 50-Jahr-Jubiläum der auf Anregung der Kardinäle Franz König und Stefan Wyszynski begründeten Einrichtung wird im Wiener Erzbischöflichen Palais präsentiert - Wladyslaw Bartoszewski hält die Festrede

Wien, 23.10.08 (KAP) Mit der Präsentation des Buches "Begegnung der Nationen für ein geeintes Europa" wird am Freitag, 24. Oktober, um 19 Uhr, im Wiener Erzbischöflichen Palais das 50-Jahr-Jubiläum des Instituts "Janineum" begangen. Das auf Anregung der Kardinäle Franz König und Stefan Wyszynski von Lonny Glaser begründete Institut hat Jahrzehnte hindurch Wissenschaftlern und Künstlern aus Ostmittel- und Osteuropa Studienaufenthalte in Österreich ermöglicht. Die Festrede hält der frühere polnische Außenminister (und heutige polnische Staatssekretär für den internationalen Dialog) Prof. Wladyslaw Bartoszewski. Im Anschluss an die Präsentation des Buches über die Geschichte des "Janineums" wird Bartoszewski im Erzbischöflichen Palais mit dem "Coudehove-Kalergi-Europapreis 2008" ausgezeichnet. Die Laudatio wird dabei Josef Höchtl halten.

Im Vorwort des Buches "Begegnung der Nationen für ein geeintes Europa" erinnert der bisherige Präsident des Instituts "Janineum", Weihbischof Helmut Krätzl, an die völkerverbindende Wirkung dieser Initiative. Wörtlich schreibt der Bischof: "Der neutrale Status Österreichs war eine wichtige Voraussetzung, Wissenschaftler aus den Ländern des damaligen Ostblocks einladen zu können. Dahinter stand aber der Ideenreichtum und das unermüdliche Engagement von Lonny Glaser, die in ihrer Person eine Brücke zwischen Österreich und Polen schlug". Viele der insgesamt mehr als 5.000 Stipendiaten hätten später höchste Positionen in Wissenschaft, Kultur und selbst in der Politik erlangt. Nach der "Wende" von 1989 habe das "Janineum" dann Stipendiaten aus mehr als 14 ostmitteleuropäischen und osteuropäischen Ländern eingeladen. Durch gemeinschaftliches Wohnen, kulturellen und wissenschaftlichen Austausch hätten sich Begegnungen zwischen Vertretern von Nationen ergeben, die zunächst auf Grund der Geschichte zueinander distanziert waren. Auch hier habe sich gezeigt, "wie christlicher Geist völkerverbindend ist und zur Versöhnung beiträgt".

Unter den Teilnehmern der Präsentation im Erzbischöflichen Palais sind u.a. auch der Krakauer Alterzbischof, Kardinal Franciszek Macharski, und der Erzbischof von Lublin, Jozef Zycinski. (ende) K200809586
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