Hainfeld Konvent: LHStv. Leitner eröffnet das 2. Symposium zu Zukunftsfragen

"Klimawandel und Klimaschutz", "Demokratie-Entwicklung" und "Zukunftsperspektiven" stehen drei Tage lang im Mittelpunkt von Diskussionen

St. Pölten/Hainfeld (OTS) - Der Ort des Hainfeld Konvent ist nicht zufällig gewählt: "Wir finden uns zusammen in der Wiege der Sozialdemokratie auf historischem Boden - vor genau 120 Jahren fand hier der SPÖ-Einigungsparteitag statt", eröffnete LHStv. Dr. Sepp Leitner das dreitägige Symposium. Gerade die letzten Monate seien für die Sozialdemokratie eine Herausforderung gewesen und auch in Zukunft seien Lösungen gefragt: "Im Zuge der weltweiten Finanzkrise hat sich gezeigt, dass eine Ausgewogenheit zwischen Markt und Staat nötig ist, um den Menschen zu helfen", so Leitner, "wirtschaftliche Entwicklung, soziale Fairness und nachhaltiger Klimaschutz müssen ausgewogen sein, sonst entsteht eine Schieflage." Jeder Euro, der in den Klimaschutz investiert werden, käme vielfach zurück, erklärt Leitner, und helfe auch der Wirtschaft. "Die Sozialdemokratie sieht es als ihre Aufgabe, unter Berücksichtigung aller drei Aspekte Lösungen für die Problembereiche zu finden. Gerade angesichts der weltweit angespannten Wirtschaftslage ist die Sozialdemokratie gefordert für jene einzustehen, die keine starke Lobby haben - für die ArbeitnehmerInnen, die PensionistInnen, aber auch die Jugendlichen", stellt Leitner klar. Er sehe den Hainfeld Konvent als Diskussionsgremium, das Zukunftsperspektiven formulieren solle, an denen sich die Sozialdemokratie auch orientiere.

Am heutigen, ersten "Klimaschutz"-Tag geht ein mit Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb (Klimaforscherin, Univ. f. BoKu), Andreas Wabl (Klimaschutz-Beauftragter im Bundeskanzleramt), Mag. Christian Kern (Vorstands-Dir. des Verbund-Konzerns), Mag. Erwin Mayer (Energie-Ökonom, Buchautor, früher Greenpeace) und LAbg. Mag. Günther Leichtfried (Energie- u. Umweltsprecher d. SPNÖ) prominent besetztes Podium unter der Leitung von Doris Holler-Bruckner (Chefredakteurin Ökonews) der Frage nach, welche sozio-ökonomischen Folgen der Klimawandel mit sich bringt.

Die DiskutantInnen sind sich einig, dass jeder Einzelne seinen 'ökologischen Fußabdruck' so klein wie möglich halten muss, aber nehmen ansonsten sehr differente Positionen ein. "Die Basis für unser Leben ist das globale Ökosystem", stellt Helga Kromp-Kolb fest, "die Wirtschaft muss der Diener der Gesellschaft sein, diese darf wiederum das Ökosystem nur insoweit beeinflussen, dass das Ökosystem nicht überbeansprucht wird - wir können so nicht einfach weitermachen, denn unser Lebensstil ist nicht globalisierbar." Dabei sei allerdings auch die Vorbildwirkung und Bewusstseinsbildung bei den Menschen von großer Bedeutung, ergänzen SP-LAbg. Günter Leichtfried und Andreas Wabl. Für Christian Kern ist es aber ebenfalls unumgänglich, dass dabei ein effizienter Weg eingehalten wird: "Dazu stellt sich aber auch die Frage der sozialen Ausgewogenheit, denn nur so erhalten wir die Akzeptanz, damit der Klimaschutz auch zu einem positiven Ergebnis führt." Ein Aspekt, den Erwin Mayer weiterzieht: "Die Menschen müssen so gut Bescheid wissen und informiert sein, dass sie selbst entscheiden können."
Eine seiner zentralen Forderungen ist außerdem, dass die Verursacher von hohen CO2-Emissionen für diese auch bezahlen müssten, denn sonst müsste die Allgemeinheit für die Kosten aufkommen - das sei sozial ungerecht, so Mayer.
"Klimaschutz ist ein globales Problem, das nicht regional gelöst werden kann, deswegen ist es auch schwierig, die 'richtigen Rezepte’ zu finden. Diese Lösungen müssen mit 'Augenmaß’ formuliert werden, weil man sonst die Menschen nicht dafür gewinnen kann", schließt LAbg. Leichtfried die Diskussion ab.

Am Abend werden Bundesparteivorsitzender Werner Faymann und LHStv. Dr. Sepp Leitner im Gemeindezentrum die Multimedia-Ausstellung "120 Jahre Hainfelder Einigung für Österreich" eröffnen.

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