Lichtenecker: Bereits zweiter Temelin-Zwischenfall diese Woche

Grüne fordern Pröll zu Gesprächen mit Tschechien auf

Wien (OTS) - Nur drei Tage nach dem letzten Zwischenfall kam es heute auch im Block 2 des Risiko-AKWs Temelin zu einer schweren Turbinenpanne. "Es ist geradezu skandalös, dass das AKW Temelin mittlerweile bereits mehrmals pro Woche für negative Schlagzeilen sorgt und Besorgnis in der Bevölkerung auslöst", so die Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen, Ruperta Lichtenecker.
Zeitgleich versucht der Temelin-Betreiber CEZ nicht nur, das Kraftwerk Temelin weiter auszubauen, sondern hat gestern angekündigt, in einigen Wochen auch ein Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren (UVP) für neue Blöcke am Grenz-Standort Dukovany zu beantragen. "Diese Vorgehensweise kommt einer Provokation gleich", meint Lichtenecker und fordert die österreichische Bundesregierung auf, sofort Gespräche mit der tschechischen Regierung aufzunehmen und auf sie einzuwirken, um das tschechische UVP-Verfahren nach EU-rechtlichen Bestimmungen durchzuführen. Lichtenecker: "Österreichs Anti-Atom-Haltung darf nicht durch eine handlungsunfähige oder handlungsunwillige Alt-Regierung gefährdet werden".

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