Schönborn ruft zu Solidarität mit ..... (3)

Gottesdienst und Festschrift

Vor dem Festakt feierten die Vertreter der christlichen Kirchen in der Lainzer Konzilsgedächtniskirche einen ökumenischen Gottesdienst, der von Kardinal Schönborn geleitet wurde. Der Generalsekretär der "Konferenz Europäischer Kirchen" (CEC), der anglikanische Kanonikus Colin Williams, dankte in seiner Predigt den christlichen Kirchen in Österreich für ihr großes Engagement in vielen Bereichen. Ausdrücklich hob er das Sozialwort hervor sowie das Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit und für das Recht auf Asyl und humanitären Aufenthalt. Hier werde deutlich, so Williams, "was bewegt werden kann, wenn die christlichen Kirchen gut zusammenarbeiten".

Der frühere methodistische Superintendenten Prof. Helmut Nausner, Metropolit Michael Staikos und die langjährige ÖRKÖ-Vorsitzende Oberin Prof. Christine Gleixner stellten die Eckdaten der Geschichte des ÖRKÖ dar. Vertreter aller 14 Mitgliedskirchen waren zudem in die Gestaltung des Gottesdienstes einbezogen.

Beim anschließenden Festakt im Kardinal König-Haus wurde die Festschrift "Begegnung und Inspiration" präsentiert, die den "einzigartigen Weg der Ökumene in Österreich nachzeichnet", wie die Geschäftsführerin des "Styria"-Verlags, Gerda Schaffelhofer, betonte.

Vier Kirchen standen am Beginn

Zehn Jahre nach der Gründung des Weltkirchenrates 1948 in Amsterdam entschlossen sich 1958 vier Kirchen in Österreich, einen ökumenischen Rat zu gründen: die Altkatholiken, die Lutheraner, die Reformierten und die Methodisten. Die offizielle Gründungsversammlung fand am 12. Dezember 1958 statt. 1964 stießen vier orthodoxe Kirchen (Griechen, Serben, Russen und Rumänen), die Armenier und die Anglikaner dazu. Später schlossen sich die bulgarisch-orthodoxe, die koptisch-orthodoxe und die syrisch-orthodoxe Kirche dem Rat an. Die katholische Kirche in Österreich arbeitete seit 1970 als Beobachterin im ÖRKÖ mit, 1994 wurde sie Vollmitglied. Eine der ökumenischen Zentralgestalten auf katholischer Seite war über Jahrzehnte Kardinal Franz König (1905-2004), der auch vielfach beim Jubiläumsfest gewürdigt wurde.

O-Töne vom Festakt des ÖRKÖ sind unter "www.katholisch.at/o-toene" abrufbar. (ende)
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