ÖVP Wien ad U-Kommission: Auffallende Erinnerungslücken bei Ex-SP-Gesundheitsstadträtin

Pittermann bezeichnet indirekte Drohungen der OWS-Pflegedirektorin als "deplaziert"

Wien (OTS) - Die indirekte Drohung - "dass, wer in einem Heuhaufen sitzt, nicht zündeln sollte, weil er sonst in Rauch aufgeht" - der OWS-Pflegedirektorin Schütz, die diese nach Bekanntwerden der Missstände mehrmals gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aussprach, bezeichnete die ehemalige Wiener SPÖ Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann als "deplaziert".

LAbg. Ingrid Korosec, ÖVP-Mitglied der Untersuchungskommission, übte in diesem Zusammenhang Kritik an den SPÖ-Mitgliedern der Untersuchungskommission, die erstaunlich aggressiv reagierten, als diese unschöne Aussage der Pflegedirektorin zur Sprache kam. Nur weil Schütz laut eigener Aussage in ihrer Wortwahl ‚manchmal auch ein bisserl deftiger’ werde, seien Drohungen dieser Art für die Abgeordnete nicht zu entschuldigen.

"Auch anlässlich der Lainzer Untersuchungskommission herrschte ein Klima der Angst unter den kritischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie Dr. Vogt damals bestätigte. Scheinbar kann der KAV noch immer nicht mit interner Kritik umgehen", so Korosec.

Für Medizinerin Pittermann Notfallsmanagement "suboptimal"

Von Seiten der ÖVP darauf angesprochen, bezeichnete Pittermann das Notfallsmanagement des Spitals als "suboptimal". "’Suboptimal’ ist eine relativ harmlose Bezeichnung für die Tatsache, dass im Notfall der Internist sein Auto vom Schnee befreien musste, um zum Patienten zu gelangen", verweist LAbg. Karin Praniess-Kastner auf die Zeugenaussage des OWS-Arztes Meisermann.

Pittermann bestätigt Unübersichtlichkeit des Areals

In ihrer heutigen Aussage vor der Untersuchungskommission berichtete Pittermann außerdem von Plänen aus ihrer Amtszeit, die Psychiatrie am Steinhof-Areal auf verschiedene Wiener Spitäler aufzuteilen. Pittermann bedauerte, dass Änderungen "in der Politik nicht so schnell gehen". "Die Dezentralisierung der Psychiatrie, also die Aufteilung der psychiatrischen Stationen auf verschiedene Wiener Spitäler, war Teil der Psychiatriereform 1979", kommentiert Korosec die Ausführungen Pittermanns. "Auch wenn vieles nicht von heute auf morgen umzusetzen ist, sind 30 Jahre Anlaufzeit dann doch ein klares Versäumnis der SP-Gesundheitspolitik der letzten Jahrzehnte", so Korosec und Praniess-Kastner, die abschließend bedauern, dass sich die Gesundheitsstadträtin doch an wesentliche Vorkommnisse im OWS während ihrer Amtsperiode nicht erinnern konnte.

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