Seniorenbund kritisiert Energiepreiserhöhungen, besonders bei Gas

Hecke: Strom- und Gaspreis-Erhöhung darf nicht gleich Pensionserhöhung auffressen

Wien (OTS) - Angesichts der derzeit von den meisten Energielieferanten angekündigten massiven Preiserhöhungen für Strom und Gas erhebt Dr. Klaus Hecke, Bundesobmann-Stellvertreter des Österreichischen Seniorenbundes, seine Stimme für die älteren Generationen in Österreich: "Im Österreichischen Seniorenbund sind wir angesichts der derzeitigen Entwicklungen bei den Energiepreisen ernsthaft besorgt! Nachdem wir monatelang für eine den Teuerungsraten entsprechende Pensionserhöhung gekämpft haben, soll nun die Erhöhung der Strom- und Gaspreise diese Erhöhung gleich wieder auffressen! Das kann nicht Sinn und Zweck der Übung sein, die Menschen werden dadurch in den nun ohnedies schwierigen Zeiten noch weiter verunsichert!"

"Der niederösterreichische Landeshauptmann, Erwin Pröll, hat heute das Problem erkannt, als er darauf hinwies, dass diese Erhöhungen nicht der Gewinnmaximierung dienen und daher Preissenkungen so bald als möglich folgen sollten", erklärt Hecke. Es sei befremdlich, wenn Energieversorger, die mehrheitlich im Eigentum der öffentlichen Hand stünden, auf eine Maximierung ihrer Gewinne abzielten.

"Wir haben Verständnis dafür, dass auch die Kosten der Energieversorger gestiegen sind und dadurch Preiserhöhungen durchzuführen sind. Allerdings werden sich die Menschen geneppt fühlen, wenn nun mit sechs Monaten Verspätung eine Erhöhung durchgeführt wird, nur um dann mit einer neuerlichen Verspätung eines halben Jahres eine Senkung vorzunehmen. Auch wenn das den rechtlichen Bestimmungen entspricht, so kann es dennoch nur zu Unverständnis, Sorge und Zorn bei den Menschen führen! Von den Menschen wird jetzt verlangt, über den Winter die hohen Preise akzeptieren, um dann, erst eine Senkung zu erhalten, wenn die Heizsaison vorüber ist?", beschreibt Hecke den Unmut (nicht nur) der Senioren.

Lösungsansätze

Nun sei es angesichts der beginnenden Heizsaison dringend nötig, rasch Lösungsansätze zu finden. "Überlegenswert könnte zum Beispiel ein Mischpreis sein. Man würde also die Preise jetzt weniger erhöhen, und sie dann in einem halben Jahr entsprechend weniger senken. Abgesehen davon muss es eine Garantie geben, dass diese Erhöhungen nicht für das Anhäufen von Gewinnen, sondern ausschließlich einer wirklich benötigten Kostendeckung dienen", fordert der Seniorenvertreter. "Wir hoffen, dass die bisherigen Ankündigungen keine leere Worte bleiben, sondern umgehend im Sinne der Menschen angegangen werden", sagt Hecke, der betont, dass der Seniorenbund die weiteren Entwicklungen jedenfalls mit Argus-Augen beobachten werde.

Informieren Sie sich!

Der Seniorenbund weißt an dieser Stelle ausdrücklich auf das Angebot der "e-control" hin, deren gesetzlicher Auftrag es ist, für Transparenz und Information der Kunden zu sorgen. "Bitte rufen Sie zum Ortstarif die Nummer 0800 10 25 54 oder sehen Sie im Internet unter www.e-control.at nach. Dort erhalten Sie alle Informationen, Beratung und es steht auch ein äußerst effizienter Energiepreis-Rechner zur Verfügung", ruft Hecke die Menschen auf, auch über den Wechsel eines Anbieters nachzudenken, oder jedenfalls auf Nummer sicher zu gehen, dass bei den nun durchgeführten Änderungen alles Rechtens sei. "Ein informierter Konsument ist ein starker Konsument. Und man sollte sich prinzipiell nicht alles gefallen lassen!", so Hecke abschließend.

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Österreichischer Seniorenbund
Susanne Kofler
Tel.:0650-581-78-82
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