AK Analyse: Aktionäre haben bei IT-Unternehmen gut verdient

Fairer Anteil für die Beschäftigten ist problemlos zu finanzieren

Wien (OTS) - Eine aktuelle Untersuchung der AK zeigt, dass die österreichische IT-Branche auf ein erfolgreiches Jahr 2007 zurückblicken kann: Die wichtigsten Unternehmen des Informationstechnologiesektors haben ihre Gewinne auf hohem Niveau stabilisiert. Seit 2005 konnten die betreffenden Unternehmen ihre Gewinne um 87,4 Prozent steigern und erzielten 2007 einen satten Jahresüberschuss von 50 Millionen Euro. Im selben Zeitraum wurde um die Hälfte mehr ausgeschüttet, die Aktionäre haben demnach 2007 Dividenden in der Höhe von 30 Millionen Euro bekommen. Für die betroffenen Beschäftigten liest sich die Erfolgsgeschichte der Unternehmen anders: Im Durchschnitt ist der Personalaufwand pro Kopf in den vergangenen zwei Jahren nur um 3,2 Prozent gestiegen. Angesichts der guten Ertragslage in der Informationstechnologie ist es nur gerecht, dass die Beschäftigten einen entsprechenden Anteil an den Unternehmensgewinnen bekommen.

Die Abteilung Betriebswirtschaft der AK Wien hat für die vorliegende Untersuchung 24 Schlüsselunternehmen der heimischen IT-Branche, die ihren Jahresabschluss bis zum ersten September 2008 veröffentlicht haben, analysiert. Insgesamt erzielten die untersuchten Aktiengesellschaften und GesmbH im Jahr 2007 Umsätze in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro und können sich über Gewinne von mehr als 50 Millionen Euro freuen. Der Jahresüberschuss konnte damit im Vergleich zu 2005 fast verdoppelt werden (plus 87,4 Prozent). Die Beschäftigten in den betreffenden Unternehmen hingegen haben wenig profitiert, der Personalaufwand pro Kopf ist von 2005 bis 2007 nur um 3,2 Prozent gestiegen.

Darüber hinaus sind die untersuchten Unternehmen, auch was ihre Finanzkraft betrifft, sehr gut ausgestattet. Demnach liegt die Cash Flow Quote 2007 bei durchschnittlich acht Prozent und jedes vierte Unternehmen weist überdurchschnittlich gute Cash Flow Quoten jenseits von 14 Prozent auf. Aufgrund der guten Ertragslage liegt die Verschuldungsdauer in den IT-Unternehmen bei ausgezeichneten zweieinhalb Jahren. Theoretisch ist es den untersuchten Unternehmen demnach möglich, ihre gesamten Verbindlichkeiten innerhalb von zweieinhalb Jahren zurückzuzahlen.

Insgesamt haben die untersuchten Unternehmen 2007 Dividenden in der Höhe von 30 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet, das ist ein Ausschüttungsplus von fast 50 Prozent im Vergleich zu 2005. Während Aktionäre bereits deutlich von den Gewinnsteigerungen profitieren, ist es aus wirtschaftlicher Sicht ohne weiters finanzierbar, dass auch die Beschäftigten ihren fairen Anteil bekommen.

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