Kaske: Konjunkturpaket müssen weitere Maßnahmen folgen

Steuerreform und Qualifizierungsprogramme für Arbeit Suchende nötig

Wien (vida/ÖGB) - Als ersten Schritt, dem weitere Maßnahmen folgen müssen, bezeichnet ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und vida-Vorsitzender Rudolf Kaske das gestern von der Regierung beschlossene Konjunkturpaket. "Investitionen in die Infrastruktur sind gut und richtig. Angesichts der drohenden Zunahme der Arbeitslosigkeit brauchen wir aber auch mehr Investitionen in die Qualifizierung der Menschen", sagt Kaske. Zur Stärkung der Kaufkraft sei zudem die steuerliche Entlastung der niedrigen und mittleren Einkommen prioritär.++++

"Am Arbeitsmarkt wird es bereits für einige Beschäftigungsgruppen enger. Besonders betroffen vom Stellenabbau sind bereits jetzt die ZeitarbeiterInnen", sagt Kaske. Er verlangt spezielle Qualifizierungsprogramme für "abgebaute" ZeitarbeiterInnen. Auch für die Sicherstellung der Ausbildungsgarantie für Jugendliche bedürfe es weiterer Finanzmittel. "Dafür braucht es zusätzliche Gelder. Es kann nicht sein, dass diese Mittel dann bei den Maßnahmen für andere Beschäftigungsgruppen abgezwackt werden", so der ÖGB-Arbeitsmarktsprecher. Größere Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt erwartet Kaske angesichts des Wirtschaftsabschwungs auch für Wiedereinsteigerinnen. "Die Qualifizierungsprogramme müssen intensiviert werden", sagt der ÖGB-Arbeitsmarktsprecher. Nötig ist zudem noch die Ausfinanzierung der regionalen Qualifizierungsprogramme für 2009.

Zusätzlich ist für Kaske die rasche Entlastung der Bevölkerungsgruppen mit geringem Einkommen unabdingbar. "Die Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln belasten die BezieherInnen kleiner und mittlerer Einkommen besonders. Die Menschen jetzt noch weiter auf eine Steuerreform frühestens 2010 zu vertrösten, ist völlig fehl am Platz", sagt Kaske. Seine Forderung:
"Ein Teil der Steuerreform muss zur Entlastung der ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen vorgezogen werden."

ÖGB, 23. Oktober 2008 Nr. 596

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