AUA als österreichische Fluglinie erhalten

Klagenfurt (OTS) - Management von AUA und ÖIAG soll Konsequenzen ziehen: "Dilettanten am Werk", kritisiert Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Pacher und will einen "Akt gröbster ökonomischer Fahrlässigkeit" verhindern.

Mit harter Kritik am Management, aber klarer Unterstützung für einen staatlichen Rettungsfallschirm für die trudelnden Austrian Airlines ließ heute Kärnten Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher aufhorchen. Die AUA habe eine starke, über das Unternehmen an sich hinausgehende Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich und den Flughafen Wien. Pacher: "Das Unternehmen nach den völlig unprofessionellen Vorarbeiten zum jetzigen Zeitpunkt an den letzten vorhandenen Bieter zu verschenken, halte ich für einen Akt gröbster ökonomischer Fahrlässigkeit."

Seit dem Platzen der Beteiligung von Scheich Mohammed Bin Issa Al Jaber an der AUA sei bereits klar gewesen, dass aus dieser schlechten wirtschaftlichen Position heraus die Suche nach einem strategischen Partner zu einem attraktiven Preis aussichtslos sei. Dass AUA-Chef Ötsch noch im Frühjahr gejubelt habe, die AUA sei saniert, könne aus heutiger Sicht nur als Fehleinschätzung eines Ausmaßes beurteilt werden, die die sofortige Trennung von Ötsch zur Folge haben müsse. Aber auch ÖIAG Chef Michaelis habe sich nicht mit unternehmerischem Ruhm bekleckert, meint Pacher: "Wenn er aus der Studie von Roland Berger schon 2006 gewusst hat, dass die AUA dringend einen strategischen Partner braucht - warum hat er dann solange zugewartet, bis das Unternehmen in der Öffentlichkeit als Sanierungsfall dasteht?"

Pacher verlangt, die AUA als österreichische Fluglinie zu erhalten und dafür im Management sofortige Konsequenzen zu ziehen: "Hier geht um eine Zukunftslösung für die österreichische Fluglinie und nicht um eine Notschlachtung. Jetzt muss man im Interesse des Standorts Ruhe bewahren, neue Leute ans Ruder setzen, das Unternehmen wieder auf Kurs bringen und eine neuerliche professionelle Partnersuche beginnen, wenn auch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen passen."

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