AK: Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (2) - AK rät Konsumenten, neue Verträge genau zu überprüfen

Für bestehende Verträge gilt: Anbieter haben für Garantie der Einlagen und staatliche Prämien zu sorgen

Wien (OTS) - Eine aktuelle Untersuchung der AK zeigt, dass die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge nicht nur Vorteile für die KonsumentInnen bringt. Wenn die Aktien sinken, sinken auch die Renditen. Trotzdem gibt die aktuelle Situation keinen Anlass zur Panik, denn die Anbieter müssen für die Garantie der Einlagen und staatliche Prämien sorgen. Für den zusätzlichen Veranlagungserfolg gilt: "Abgerechnet wird erst am Ende der Laufzeit. Da wir es mit einem relativ neuen Produkt zu tun haben, werden die ersten Verträge frühestens in fünf Jahren fällig. Bis dahin können sich die Märkte wieder erholen", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Konsumenten, die einen neuen Vertrag abschließen wollen, rät die AK, diesen genau zu prüfen.

Für bereits bestehende Verträge gilt: Die Anbieter haben für die Garantie zu sorgen. Entscheidend dafür, ob am Ende für den Konsumenten mehr als die Garantie der Einlage und der garantierten staatlichen Prämie - also ein Veranlagungserfolg - herausschaut, sind nicht die Renditen oder Performance-Werte der Vergangenheit, sondern die langfristige und nachhaltige Wertentwicklung der Aktien. Da eine Auflösung der Verträge frühestens nach 10 Jahren möglich ist und das Produkt erst seit 2003 existiert, werden die ersten Verträge 2013 aufgelöst werden können.

KonsumentInnen, die jetzt vorsorgen möchten und überlegen, einen Vertrag für die prämiengestützte Zukunftsvorsorge abzuschließen, rät die AK:
+ Auf die Laufzeit achten: Viele Anbieter schließen Verträge mit Laufzeiten zum Pensionsantrittsalter ab. Eine Laufzeit von 10 Jahren, also die gesetzliche Mindestbindefrist, ist vorteilhafter, da eine Verlängerung jederzeit möglich ist.
+ In Verkaufsgesprächen nicht von der bisherigen Performance blenden lassen: Diese sagt nichts darüber aus, wie die Ertragsentwicklung in den nächsten Jahren sein wird. Entscheidend sind die letzten Laufzeitjahre.
+ Informationen einholen: Fordern Sie Informationen über Kosten, Vertragsbedingungen und Veranlagungsrichtlinien des Vorsorgeanbieters ein.
+ Alternativen überlegen: Die neue Zukunftsvorsorge ist großzügig staatlich gefördert. Aber das heißt nicht automatisch, dass sie für jeden Anleger die richtige Wahl darstellt. Es gibt Alternativen mit flexibleren Laufzeiten oder einem weniger ausgeprägten Aktienanteil. + Nicht drängen lassen: Unterschreiben Sie nichts, was Ihnen nicht klar ist, und lassen Sie sich nicht zu einem Abschluss drängen.

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