Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Von einem, der nicht lernen wollte (von Claudia Grabner)

Ausgabe 22. Oktober 2008

Klagenfurt (OTS) - "Ich freue mich, dass die SPÖ bereit ist, aus ihren eigenen Fehlern zu lernen." Sagt wer? Sagt einer, der offensichtlich nicht bereit ist, aus seinen Fehlern Konsequenzen zu ziehen. Josef Pröll - ein Mann, der nicht lernen will. Der stattdessen Provokation zum politischen Stil erhebt. Und Unfehlbarkeit für sich - und nur für sich - beansprucht. Das wäre der eine Schluss, der das Gehabe des designierten ÖVP-Chefs erklärt. Ein unguter Schluss für Österreich. Der andere Schluss wäre genauso ungut. Fürs Land. Nur Josef Pröll dürfte sich geschmeichelt fühlen -als grandioser Taktierer, wie ihn die Republik noch nicht gesehen hat. Vielleicht liegt hinter seinen unrückbaren Festlegungen ja der Jolly Joker, der ihn schlussendlich zum rot-weiß-roten Superstar krönt.

Wenn nicht - und damit Schluss eins zieht -, steht Österreich vor einem neuen Stil des Miteinanders, der ungustiöser ist, als der alte jemals gewesen sein konnte. Ein Stil, der Überheblichkeit im Titel hat und Kompromisslosigkeit als Inhalt ...

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