Jarolim: Sicherheit in Wien ist gewährleistet

In Wien wird mehr obduziert als überall sonst

Wien (SK) - "Der Bundesländervergleich zeigt, dass die Sicherheitssituation in Wien nicht durch weniger Obduktionen beeinträchtigt ist", so der Justizsprecher der SPÖ, Hannes Jarolim. So wurden 2007 beispielsweise in Niederösterreich 20 gesundheitsbehördliche Obduktionen durchgeführt, 2006 waren es 21. Auch im Burgenland liegt die Zahl der gesundheitsbehördlichen Obduktionen auf vergleichbarem Niveau. 2007 waren es 36, 2006 31. "Damit zeigt sich, dass in Wien immer noch um ein Vielfaches obduziert wird, und das obwohl es keine funktionierende Gerichtsmedizin in der Bundeshauptstadt gibt", betont Jarolim weiter. *****

Auch die Todesursachenstatistik wird von der gesunkenen Zahl der gesundheitsbehördlichen Obduktionen in Wien nicht beeinträchtigt, werden doch bei rund 75.000 Todesfällen pro Jahr rund 15.000 obduziert. Davon fallen über 80 Prozent der Obduktionen in den klinischen Bereich, der Rest verteilt sich auf gesundheitsbehördliche und gerichtsmedizinische Obduktionen.

Der sehr kritische Rechnungshofbericht hat zur Schließung des Obduktionsbetriebes im Gerichtsmedizinischen Institut in der Sensengasse geführt. Im Mittelpunkt der Kritik sind die katastrophalen hygienischen Zustände, Missmanagement und mangelnde finanzielle Transparenz gestanden. Die Stadt Wien hat nach der Schließung daraufhin gerichtsmedizinische Obduktionen in einigen Wiener Spitälern ermöglicht und hat damit den Betrieb aufrecht erhalten. "Diese Übergangslösung funktioniert gut, trotzdem braucht es ein neues Gerichtsmedizinisches Institut, vor allem was die Forschung und Lehre betrifft", schließt Jarolim ab. (Schluss) ar

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