Caritas begrüßt neues Integrationsprogramm der Stadt Wien

Landau: "Wichtiger Schritt zu gelebter Integration" - Caritasdirektor erneuert Forderung nach Integrations-Staatssekretariat

Wien, 21.10.08 (KAP) Als "wichtigen Schritt zu gelebter Integration" hat der Wiener Caritasdirektor Michael Landau ein neues Fünf-Punkte-Programm der Stadt Wien zur Integration von Zuwanderern bezeichnet. Er sei überzeugt, dass Integration möglich ist, so Landau: "Gelungene Integration ist für alle Beteiligten ein Gewinn".

In dem neuen Integrationsprogramm für die Bundeshauptstadt, das am Dienstag unter dem Titel "StartWien" präsentiert wurde, wird einerseits Zuwanderung positiv beurteilt, andererseits wird aber auch von den Migranten "ein 'Ja' zu Wien" erwartet. Dazu zähle die Einhaltung der geltenden Rechtsordnung. Grundrechte einschließlich der Frauenrechte seien "nicht diskutierbar", wird in dem Programm betont. "StartWien" soll im Gegenzug eine Hilfe "vom ersten Tag an" umfassen. Die Zuwanderer sollen in den Bereichen Sprache, Arbeit, Wohnen und Bildung unterstützt werden. Ziel der Initiative ist auch, bereits länger in Wien lebende Zuwanderer zu erreichen und zwar insbesondere Frauen, die nicht im Arbeitsprozess integriert sind.

Weiterer Punkt ist eine umfassende Informationsoffensive in Kooperation mit den "communities" und muttersprachlichen Medien der Migranten in Wien. Das offizielle Wien kündigt aber auch Maßnahmen an, um unter den Österreichern das Bild über Zuwanderer zu revidieren. Zwei Drittel der Neuzuwanderer seien gut ausgebildet.

"Das Programm 'StartWien' für MigrantInnen ist ein wichtiger Schritt zur Qualitätssteigerung, weil sehr individuell und daher zielsicher auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen eingegangen wird", betonte Werner Binnenstein-Bachstein, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien.

Msgr. Landau erneuerte am Dienstag auch seine Forderung nach einem eigenen Staatssekretariat für Integration in der kommenden Bundesregierung. "Integration ist eine gesellschaftliche Querschnittmaterie - dem muss Rechnung getragen werden", so Landau. Eine Gesellschaft sei erst dann "vollständig", wenn sie alle an ihrem Reichtum teilhaben lasse und auch "Ausländer nicht zum Rand, sondern zur Mitte gehören", betonte der Caritasdirektor.

In diesem Sinn bedeute Integration auch "soziale Investition": "Sie bedingt, dass auf unterschiedlichen Ebenen Strukturen geschaffen und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um konkrete, nachhaltige Integrationsmaßnahmen im Dienste der Gesamtgesellschaft zu ermöglichen", so Landau. (ende)
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