AK: OECD Studie zeigt, dass Ungleichheit in Österreich wächst

Gut ausgebauter Sozialstaat und gutes Ausbildungssystem sind bester Garant gegen soziale Ungleichheit

Wien (OTS) - "Um eine gerechte Verteilung des Wohlstandes zu erreichen hat Österreich noch viel zu tun", sagt AK Präsident Tumpel. Die heute präsentierte OECD-Studie zur Ungleichheit zeigt, dass Wachstum alleine nicht zu einer gerechteren Verteilung führt. Wichtige Maßnahmen um hoher Ungleichheit entgegenzuwirken sind ein gutes Ausbildungssystem, vor allem im Bereich der gering Qualifizierten, ein ausgebauter Sozialstaat und vor allem eine Beschäftigungspolitik, die auf mehr und bessere Arbeitsplätze abzielt. Die AK fordert daher: Mehr Investitionen in Bildung.

Entgegen mancher Vorurteilen wird die höhere Ungleichheit in vielen Ländern nicht durch bessere Aufstiegschancen in diesen Ländern ausgeglichen, vielmehr gilt: Je gleichmäßiger die Verteilung, umso besser sind auch die Chancen von einem geringen zu einem höheren Einkommen aufzusteigen. Grundsätzlich gehört Österreich zu jenen Ländern mit relativ gleicher Verteilung, aber: Die Ungleichheit wächst.

Generell zeigt die Studie die positive Wirkung eines gut ausgebauten Sozialstaates und von Maßnahmen die zu einem gutem Ausbildungsstand vor allem im unteren Bereich führen: "Je höher der Anteil der Sozialausgaben am BIP, umso geringer ist auch die Ungleichheit und die Armutsgefährdung. Der Sozialstaat hat also keinesfalls ausgedient", so Tumpel. Die Studie zeigt auch: Vermögen ist deutlich ungleicher verteilt als das Einkommen aus Arbeit und wird in Österreich besonders gering besteuert. Die AK fordert die Sicherung der Ausbildungschancen für Jugendliche, insbesonders Lehrlinge, die Aufrechterhaltung eines leistungsfähigen Sozialstaates.

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