Einkommensgrenze zur Fernpendlerbeihilfe endlich erhöht AK-Vorschlag bringt Pendlern/-innen spürbare Entlastung

Linz (OTS) - "Es freut mich außerordentlich, dass unser Vorschlag zur Erhöhung der Einkommensgrenze bei der Fernpendlerbeihilfe umgesetzt wird. Davon profitieren mehrere tausend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", begrüßt AK-Präsident Kalliauer die heutige Entscheidung der Landesregierung. Die Einkommensgrenze lag zuletzt bei 21.500 Euro pro Jahr. Die Anhebung auf 26.000 Euro war überfällig.

Die Arbeiterkammer hatte bereits vor einem Monat in einem Brief an den Landeshauptmann unter anderem vorgeschlagen, die seit Jahren nicht veränderte Einkommensgrenze bei der Fernpendlerbeihilfe zu erhöhen. "Das war längst überfällig. Gut ist auch, dass die Beihilfe rückwirkend für das ganze Jahr 2008 in Anspruch genommen werden kann", betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. "Die Pendler haben in den vergangenen Monaten aufgrund der hohen Treibstoffpreise ordentlich draufzahlen müssen, sie brauchen das Geld."

Die Maßnahme kann laut Kalliauer allerdings nur ein erster Schritt zur Entlastung der Pendler/-innen sein. So sollten auch die Kilometergrenzen gesenkt werden, die neben der Einkommensgrenze für den Anspruch auf die Fernpendlerbeihilfe (bzw. deren Höhe) ausschlaggebend sind. Zum Beispiel ist es gerade für Niedrigverdie-ner/-innen besonders bitter, wenn sie - möglicherweise knapp - unter die doch relativ hoch angesetzte 25-Kilometergrenze fallen. Die Beihilfe beträgt derzeit bei einer Entfernung zwischen 25 und 49 Kilometer 194 Euro, zwischen 50 und 74 Kilometer 278 Euro und ab 75 Kilometer 379 Euro.

"Ich habe Landeshauptmann Pühringer auch eine weitere Erhöhung der Fernpendlerbeihilfe ans Herz gelegt. Schließlich ist die hohe geographische Mobilität der oberösterreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren der heimischen Wirtschaft", ergänzt Präsident Kalliauer.

Neben der Verbesserung der Fernpendlerbeihilfe braucht es aber noch eine Reihe weiterer Maßnahmen, um die Situation der Pendler/-innen zu verbessern. Dazu gehören vor allem der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Umgestaltung der Pendlerpauschale. Sie muss in eine vom Einkommen unabhängige Direktzahlung umgewandelt werden. Diese soll sich nach der Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsort richten.

Gleichzeitig ist aber auch der Verkehrsabsetzbetrag deutlich anzuheben, den alle Arbeitnehmer/-innen zur Abdeckung der Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsort bekommen. Dies wäre eine treffsichere Maßnahme auch zur Abfederung eines drohenden Konjunkturabschwungs im Zuge der aktuellen Finanzmarktkrise.

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