Bernadette Tischler zur "Grünen Offensive": Zukunftsfaktoren der Landwirtschaft sind Vertrauen, Kommunikation und Produktion

Zwischenbilanz des Diskussionsprozesses rund um die Zukunft der Landwirtschaft von Landwirtschaftsminister Josef Pröll

Wien (OTS) - "Für Bäuerinnen und Bauern ist es notwendig, auf die Öffentlichkeit zuzugehen. Es ist wichtig zu produzieren, es ist aber auch von gleicher Bedeutung zu kommunizieren. Den Bäuerinnen und Bauern wird gegenwärtig ein positives Image und Sympathie entgegengebracht. Hohes Image ist auch nach 2013 zu erwarten", sagt Bernadette Tischler, Leiterin des Arbeitskreises "Landwirtschaft-KonsumentInnen und Medien", Diplom Pädagogin und aktive Bäuerin zur Zwischenbilanz der "Grünen Offensive", dem Diskussionsprozess rund um die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft von Landwirtschaftsminister Josef Pröll.

"Die größten Herausforderungen sind für mich, die Stärken und Leistungen der Bäuerinnen und Bauern so zu transportieren, dass sie für die Konsumentinnen und Konsumenten nachvollziehbar sind und sich diese gut informiert fühlen und Vertrauen in die regionale Landwirtschaft haben", so Tischler weiter.

In dem von Bernadette Tischler geleiteten Arbeitskreis werden Themen rund um Landwirtschaft, KonsumentInnen und Medien behandelt. Neben der richtigen Kommunikation, sind auch das Vertrauen gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten und der Stellenwert der Landwirtschaft in der Gesellschaft wichtige Punkte des Arbeitskreises. Außerdem werden Fragen wie "Was wollen die Konsumentinnen und Konsumenten bzw. was wollen die Medien im Jahr 2013?" ausführlich behandelt.

Herausforderung muss es auch sein, die positive Fremdsicht, die von unterschiedlichen Experten durch Umfragen belegt wird, als Selbstbild aufzunehmen. Vielen Bäuerinnen und Bauern ist es nicht bewusst, dass sie von "außen" so positiv gesehen werden. Hier ist Kommunikationsbedarf nach "innen" notwendig um den Selbstwert zu steigern. Der daraus resultierende Mehrwert, muss via professioneller Kommunikation zu den KonsumentenInnen transportiert werden, so Tischler.

Eine weitere Herausforderung ist auch, den Wert der "Sicherheit", der durch eine zukunftorientierte Landwirtschaft angeboten wird, zu transportieren. Qualitätssicherheit, sichere Ernährung, sichere Lebensqualität, sichere Verantwortung für die Erhaltung von bäuerlichen kulturellen Werten, all das hat seinen Preis und das muss den Konsumenten bewusst gemacht werden, so Tischler.

"Wir müssen die Konsumentinnen und Konsumenten motivieren, mit ihrem Handeln und ihrer Kaufentscheidung Mitverantwortung zu tragen. Ich engagiere mich für die "Grüne Offensive", weil es mir als aktive Bäuerin ein Anliegen ist, die Leistungen unserer Berufsgruppe aufzuzeigen und damit den Wert für die gesamte Gesellschaft sichtbar zu machen", sagte Tischler abschliessend.

Im April 2008 gab Landwirtschaftsminister Josef Pröll den Startschuss zur "Grünen Offensive", den Diskussionsprozess über die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft. Dieser Diskussionsprozess wird abgekoppelt von der Tagespolitik und der Interessenspolitik geführt und soll so Orientierung für die Land- und Forstwirtschaft bieten, fachspezifische Sektorenüberlegungen anstellen und die Basis für künftige politische Positionierungen bilden. Neu ist auch, dass neben den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Branche auch Externe eingeladen wurden, sich am Prozess zu beteiligen.

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