Rübig fordert EU-Agentur für nukleare Sicherheit

Temelin-Störfall beweist Notwendigkeit von EU- Sicherheitsstandards

Straßburg, 21. Oktober 2008 (ÖVP-PD) Für den ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig ist die Pannenserie im tschechischen Atomkraftwerk Temelin deutlicher Beweis der Notwendigkeit einer europäischen Agentur für nukleare Sicherheit. "Temelin ist ein Sicherheitsrisiko, das wird Jahr für Jahr aufs Neue bewiesen. Als Berichterstatter des Europäischen Parlaments habe ich eine solche europäische Agentur bereits vor Jahren eingefordert. Eine EU-Agentur für Nuklearsicherheit könnte europaweit einheitliche Standards für die Nutzung atomarer Energie einführen, die Kontrolle höchstmöglicher Sicherheitsstandards gewährleisten und eine stringente Vorgangsweise bei Störfällen garantieren. Gefährliche AKW müssen abgeschaltet werden", betonte Rübig. ****

Gerade die problematische Debatte einer verstärkten Nutzung der Atomenergie angesichts der Bemühungen der Europäischen Union im Kampf gegen den Klimawandel und für mehr Energieunabhängigkeit verlange, dass der Frage der nuklearen Sicherheit und der Kontrolle der bestehenden Anlagen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werde. "Fehler in der Wartung und unterschiedliche Kommunikationsprotokolle können Leben kosten und die Umwelt nachhaltig schädigen. Es muss daher im Interesse aller EU-Staaten sein, zu einer Verständigung über einheitliche Sicherheitsprotokolle und deren gemeinschaftliche Kontrolle zu kommen", so Rübig.

"Es wäre die Aufgabe der EU-Staats- und Regierungschefs, dieses Thema bei einem der kommenden EU-Gipfel zu diskutieren. Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite eine verstärkte Nutzung unausgereifter Technologie mit nach wie vor unklärbaren Fragen wie der Entsorgung nuklearen Abfalls und abgeschalteten AKW´s angedacht wird, andererseits aber die lebenswichtige Frage der Sicherheit derart ausgeklammert wird", so Rübig abschließend.

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