Pflege: Privatvorsorge rückt stark ins Bewusstsein

Generali-Studie: Jeder dritte Österreicher glaubt, ganz sicher im Alter ein "Pflegefall" zu werden. Jeder Zweite würde für die Pflege mit bis zu 30 Euro im Monat vorsorgen.

Wien (OTS) - Die Generali startete 2004 mit dem ersten Vorsorgeprodukt für den Pflegefall. Damals sahen die Österreicher das Thema Pflege noch durch die rosarote Brille. Die erste Generali Pflege-Studie brachte zu Tage, dass nur 13% der Befragten über 50 Jahre davon ausgingen, ganz sicher einmal Pflege in Anspruch nehmen zu müssen. Heute wird der eigene Pflegebedarf im Alter etwas nüchterner betrachtet: Für knapp ein Drittel der Befragten (30%) ist es sichere Gewissheit, einmal pflegebedürftig zu sein. Auch träumten die Österreicher noch von der Pflege durch die Kinder. Heute wird der Heimhilfe den Vorzug gegeben. Für Generali-Vorstand Dr. Peter Thirring zeigt die dritte Auflage der von Fessel-GfK durchgeführten Generali Pflege-Studie Eines sehr deutlich: "Die Diskussion der Pflege-Thematik beginnt erste Früchte zu tragen. Die Österreicher interessieren sich jetzt deutlich stärker für eine private Pflegevorsorge. Wir müssen sie allerdings noch davon überzeugen, dass Pflegeprodukte auch leistbar sind. Hier liegt noch einiges an Informationsarbeit vor uns."

Heimhilfe ist Pflegevariante Nr. 1 500 Personen über 30 Jahre wurden im Rahmen der 3. Generali Pflege-Studie befragt - unter anderem auch über die in Frage kommenden Pflegevarianten. Bei der Auflistung der möglichen Pflegearten rangiert die professionellen Hilfe durch geeignetes Pflegepersonal in den eigenen vier Wänden mit 53% bei den über 50-Jährigen oben auf (2003 nur 24%), gefolgt von den Kindern mit 46% und dem Partner mit 42%. Ein interessantes Ergebnis liefert das Alterssplitting: So sehen die 30- bis 50-Jährigen den Partner (60%) vor den Kindern (50%) und der Heimhilfe (46%) als künftigen "Pfleger".

Die Heimhilfe punktet bei den über 50-Jährigen aber nicht nur in der Kategorie der erwarteten Pflegevariante (2003: 24%, 2008: 53%), sondern auch als bevorzugter Pflegetyp: So verdoppelte sich die Beliebtheit der Heimhilfe von 12% im Jahr 2003 auf 26% 2008. Im selben Zeitraum reduzierte sich der Wunsch nach Pflege durch den Partner von 31% auf 26%, sowie durch die eigenen Kinder von 31% auf 22%. Die Pflege im Seniorenheim ist nur für 16% der "Generation 50+" eine Wunschvorstellung (2003: 15%), tatsächlich erwarten jedoch 41% der Befragten, im Fall der Fälle in einem Seniorenheim betreut zu werden. 2003 hatten dies nur 24% der Befragten in Aussicht.

"Die Österreicher wollen Zuhause gepflegt werden, und die Mehrheit will dabei nicht den Angehörigen zur Last fallen. Sie wünschen sich professionelle Hilfe durch geeignetes Pflegepersonal - das hat seinen Preis", resümiert Generali-Vorstand Thirring. Der Stundensatz bei einer qualifizierten Pflegehilfe liegt derzeit bei 30 Euro. Der Staat deckt diese Kosten bei weitem nicht ab.

Steigendes Kostenbewusstsein Die durchschnittlichen monatlichen Kosten für eine dauerhafte Pflege wurden 2006 noch auf 2.162 Euro geschätzt, 2008 lag dieser Wert bereits um 413 Euro darüber - bei 2.575 Euro. Das staatliche Pflegegeld liegt im Vergleich dazu bei der höchsten Pflegestufe 7 bei 1.562 Euro (ab 2009: 1.656 Euro). Eine Vollpflege bei Pflegestufe 7 in einem Seniorenheim kostet in etwa 3.200 Euro. Eine private Pflegevorsorge schließt diese Lücke zwischen dem staatlichen Pflegegeld und den tatsächlichen Kosten.

Pflegevorsorge leistbarer als angenommen Sehr erfreulich ist laut Generali-Studie die Ausgabebereitschaft für eine private Pflegeversicherung: Jeder zweite Österreicher (49%) würde sich eine private Pflegevorsorge bis zu 30 Euro im Monat kosten lassen und bis zu 50 Euro würde jeder dritte Österreicher (37%) ausgeben. Thirring: "Mit ihrer Ausgabebereitschaft liegen die Österreicher durchaus bei realistischen Werten. Mit der angegebenen Prämienvorstellung lässt sich eine vernünftige Vorsorge treffen." Ein 50-jähriger Mann kann sich zum Beispiel bei der Generali bereits mit 20 Euro im Monat für einen hohen Pflegebedarf ab Pflegestufe 3 (Tarif PB 20) absichern. Die Monatsprämie für eine 50-jährige Frau beträgt beim selben Tarif aufgrund der höheren Lebenserwartung 31 Euro.

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