"Konsument" checkt Immobilienmakler: nahezu makellos

Großteils gutes Auftreten. Aber: nicht jeder reagierte auf Anfrage.

Wien (OTS) - Die Immobilien-Makler im "Konsument"-Test erbrachten alles in allem meist gute bis sehr gute Leistungen bei der Suche nach einer Mietwohnung bzw. beim Verkauf einer Eigentumswohnung. Das gilt allerdings nur für jene von insgesamt 30 kontaktierten Maklern, die sich auch tatsächlich meldeten: knapp mehr als die Hälfte. Trotz der überwiegend guten Ergebnisse gab es auch einige Mängel, so fehlten zum Teil ausreichende Hinweise auf etwaige Kosten und Steuern. Der Test zeigt zudem, dass speziell bei einem Wohnungsverkauf Provisionen verhandelbar sind.

Die Ausgangsbasis des Tests: Jeweils 15 Makler wurden bei der Suche nach einer Mietwohnung bzw. beim Verkauf einer Eigentumswohnung mit der Bitte um Unterstützung kontaktiert. Von diesen meldeten sich lediglich 17, die jedoch mit großteils soliden Leistungen punkteten. Dennoch konnten bei der Suche nach einer Mietwohnung vier Makler keine Wohnung anbieten, die den Vorstellungen entsprach. "Wer auf der Suche nach einer Mietwohnung ist, wird möglicherweise über Informationskanäle wie etwa Zeitungen und Internet schneller fündig", rät Walter Hager, Projektleiter Finanzdienstleistungen.

Das Auftreten der Makler wirkte insgesamt seriös und freundlich. Auch die Schätzungen des Verkaufspreises der Eigentumswohnung lagen relativ nahe beieinander. Zudem wurde jedes Mal über die Vermittlungsprovision, deren Höhe gesetzlich begrenzt ist, informiert. "Beim Verkauf einer Wohnung kann durchaus auch über die Provision verhandelt werden", empfiehlt Hager. Nahezu die Hälfte der Makler ging unter die maximal erlaubten drei Prozent. Auf weitere Kosten und Steuern, die beim Kauf bzw. Verkauf anfallen können, etwa Notarkosten, Grunderwerb- oder Spekulationssteuer, wurde dagegen nicht immer ausreichend hingewiesen.

Nahezu alle Makler schlugen für ihre Tätigkeit einen Alleinvermittlungsauftrag vor, mit der Begründung, dass dadurch deren Engagement erhöht werde. "Aus Konsumentensicht raten wir jedoch zur schlichten Vermittlungstätigkeit. Mit mehreren Maklern vergrößert sich das Angebot an Wohnungen bzw. Interessenten deutlich", empfiehlt Hager. "Auch die Alternative, einen Alleinvermittlungsauftrag abzuschließen und dabei schriftlich einen Wegfall der Maklerprovision im Falle des privaten Verkaufs festzulegen, bietet sich an."

Nähere Informationen zum Test und zu themenbezogenen "Konsument"-Ratgebern gibt es ab 23.10. in der November-Ausgabe des "Konsument" und ab sofort auf www.konsument.at.

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Verein für Konsumenteninformation/
Testmagazin "Konsument"
Mag. Sabine Burghart
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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www.konsument.at

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