"Burgenland goes India" - mit der AWO erfolgreich in Indien

Exporte nach Indien boomen - alleine im Vorjahr machte die Exportsteigerung auf den Subkontinent 42 Prozent aus

Wien (PWK784) - "Die globale Finanzkrise darf Unternehmen nicht davon abhalten, Marktchancen in Wachstumsmärkten wie etwa Indien zu sondieren, denn Indien ist mit seinen 1,1 Milliarden Einwohnern ein Magnet für Auslandsinvestitionen", sagt Rudolf Thaler von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Schließlich wies Indien in den letzten Jahren Wirtschaftswachstumsraten von über acht Prozent auf und werde künftig mit China um die wirtschaftliche Vormachtstellung konkurrieren.

Die AWO setzt daher in ihrem Exportförderungsprogramm - auch im Rahmen der Internationalisierungsoffensive "go international" - einen Schwerpunkt auf Wachstumsregionen in Übersee. Im diesem Zusammenhang fand jetzt in der Wirtschaftskammer-Burgenland eine Veranstaltung zum Thema "Burgenland goes India" statt, an der über 50 heimische Unternehmer teilnahmen. "Die Schlüssel für den langfristigen unternehmerischen Erfolg in Indien sind Geduld bei der Wahl des Standortes, der Vertriebswege und des Vertriebspartners sowie interkulturelle Kompetenz. Besonders wichtig ist, dass das Produkt den indischen Marktgegebenheiten angepasst ist", so Thaler.

Ein österreichisches Unternehmen, das schon seit 15 Jahren mit zwei Standorten in Indien erfolgreich präsent ist, ist die Burgenländische Firma Fittydent International GmbH. CEO Ewald Schmitt betont, dass "die ständige Kontaktpflege mit den indischen CEO-Kollegen und der Aufbau einer Vertrauensbasis für den Erfolg am Subkontinent unumgänglich sind." Außerdem müsse man gewohnte Denkmuster über Bord werfen und soll sich nicht scheuen das Netzwerk der österreichischen Außenhandelsstelle in New Delhi zu nutzen.

Indien steht schon jetzt zunehmend im Fokus österreichischer Unternehmen. Die österreichischen Exporte nach Indien stiegen im vergangenen Jahr um knapp 42% auf die Rekordmarke von 527,9 Mio. Euro. Derzeit bestehen schon 75 österreichische Niederlassungen in Indien, wobei sich die Zahl in den letzten drei Jahren verdoppelt hat. Thaler: "Indien ist interessant als Export- und Beschaffungsmarkt sowie als Investitionsstandort." Wachstumsbereiche sind unter anderem die Infrastruktur, erneuerbare Energien, der Automotivesektor, Umwelttechnologien, Industriemodernisierung oder Medizintechnik.

Alleine für den Ausbau des Straßennetzes, den Bau von Flughäfen, Seehäfen und Wohnungen sind in den kommenden Jahren Investitionen in der Höhe von 500 Milliarden US-Dollar geplant. Ein besonders zukunftsträchtiges Segment ist der Ausbau der touristischen Infrastruktur, denn Indien möchte die Zahl der Touristenankünfte von derzeit 4,5 Millionen auf 18 Millionen bis zum Jahr 2016 erhöhen. Dazu sollen 35 Mrd. US-Dollar in den Bau von Hotels investiert werden - denn zurzeit gibt es in ganz Indien im Topsegment "nur" so viele Betten wie in Manhattan. 14.000 Sehenswürdigkeiten sollen touristisch neu erschlossen werden - "Themenparks" sind dabei das Zauberwort. Indien ist weiters weltweit der drittgrößte Nahrungsmittelproduzent. Große Marktchancen ergeben sich damit etwa für Anbieter von Kühleinrichtungen, Verpackungen, Verpackungsmaschinen, Laborausrüstungen. Mit einer rasch wachsenden Mittelschicht von etwa 300 Millionen Einwohnern wird Indien auch zunehmend interessant als Markt für Konsum- und Luxusgüter. Denn trotz eines drastischen sozialen Gefälles rangiert Indien schon jetzt gemäß Forbes an dritter Stelle der Länder mit den meisten Milliardären und soll in zehn Jahren dieses Ranking anführen. (BS)

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