Gedächtnisprotokoll zu Aussagen von Pfarrer Friedl

Wien, 20. Oktober 2008 (ÖVP-PD) - Zu Pfarrer Josef Friedls
Aussagen im morgigen „Standard“ veröffentlicht der ÖVP-Pressedienst nachstehend das Gedächtnisprotokoll von ÖVP-Pressesprecher Gerald Fleischmann. ****

Am Samstag, 6. Oktober, gegen 11 Uhr vormittags, meldete sich ein vorerst anonymer Anrufer mit unterdrückter Telefonnummer auf meinem Mobiltelefon, der behauptete, er könnte einen Kontakt zu Arigona Zogaj herstellen. Er nannte seinen Namen nicht, bezeichnete sich als Geschäftsmann aus Wien. Er selbst würde nicht wissen, wo Arigona sich aufhalte, er sei aber von Bekannten gebeten worden,
als Mittelsmann aufzutreten und wolle meinen Vorgesetzen sprechen. Er betonte, dass er keine Polizei im Spiel haben wolle. Zu diesem Zeitpunkt galt Arigona Zogaj mehrere Tage als untergetaucht und hatte in einer Videobotschaft gedroht, sich das Leben zu nehmen.

Der Anrufer unterbrach zwei Mal das Gespräch und kündigte wiederholt einen neuerlichen Anruf an. Inzwischen kontaktierte ich meinen Vorgesetzten, Generalsekretär Hannes Missethon. Dieser meinte, ich solle dem Anrufer ausrichten, dass er sich bei den Behörden melden solle.

Als der Anrufer sich zum dritten Mal meldete, ließ dieser nicht locker und gab mir seine Telefonnummer. Da er seine Nummer hinterließ, versprach ich ihm einen Rückruf. Der Generalsekretär war nicht erreichbar. Daher meldete ich mich nach einiger Zeit beim zuständigen Innenressort. Ich rief im Büro des Innenressorts an und informierte über den Anrufer. Nach rund einer halben Stunde erhielt ich einen Rückruf, mit der Bitte, einen gewissen Pfarrer Josef Friedl anzurufen und diesen über den Anrufer zu informieren. Ich erhielt die Telefonnummer des Pfarrers und rief an.

Pfarrer Friedl nahm gleich den ersten Anruf entgegen. Ich stellte mich mit Namen und meiner Berufsbezeichnung vor. Ich informierte ihn über den Anrufer und nach etwa 5 Minuten einigten wir uns darauf, dass er sich mit dem Anrufer in Verbindung setzen würde.

Am gleichen Tag gegen 18 Uhr rief ich Pfarrer Friedl an und erkundigte mich. Er erzählte, er hätte mit dem Anrufer gesprochen, könne aber nichts Genaues sagen, da dieser mehrmals die Telefonate unterbrochen habe und inzwischen einen weiteren Rückruf angekündigt habe.

Am Sonntag, 7. Oktober, telefonierte ich ein drittes Mal mit Pfarrer Friedl. Er erklärte mir, dass er den Anrufer für einen – wörtlich „Trittbrettfahrer“ – halte. Damit war für mich die Sache abgeschlossen.

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