Steinkellner: Mehr Dokumentationsassistenten für GESPAG-Spitäler notwendig

FPÖ-Antrag aus dem Vorjahr rasch umsetzen, um Ärzte von Bürokratie zu entlasten

Linz, 19. Okt. 2008 (OTS) - Leider müssten im oö. Gesundheitssystem offenbar erst Fehler passieren, die zu Leid für die Patienten führen, ehe VP, Grüne und SP in Oberösterreich offene Probleme erkennen, sagte heute FPÖ-Klubobmann Mag. Günther Steinkellner.

"Denn als wir Freiheitliche im Juni 2007 verlangten, in den oö. Krankenanstalten zur Entlastung der Ärzte von der Bürokratie rasch Planstellen für Dokumentationsassistenten zu schaffen, haben die drei anderen Landtagsparteien das kalt abgelehnt. Der Antrag war den Abgeordneten der anderen Parteien nicht einmal eine Wortmeldung wert" kritisierte Steinkellner die Weigerung, auf die GESPAG entsprechend einzuwirken.

Er habe den Eindruck, meinte Steinkellner, bei den drei anderen Landtagsparteien gäbe es ein einhelliges Motto: "Weg damit, was sollen wir uns einmischen, was bei der GESPAG geschieht. Die Spitäler haben wir nach dem Freistadt-Skandal, wo die politisch Verantwortlichen auch jahrelang zugeschaut haben, ausgegliedert. Jetzt ist die GESPAG verantwortlich, da wollen wir von solchen FPÖ-Anträgen gar nichts mehr wissen."

Und die Folgen hätten die Patienten und das gesamte Krankenhauspersonal zu tragen.

"Selbst die Ärztekammer hat schon vor knapp zwei Jahren darauf hingewiesen, dass Turnusärzte durchschnittlich 60 Wochenstunden, in Spitzenzeiten sogar bis zu 77 Stunden arbeiten müssen. Kein Wunder, wenn sie durchschnittlich 42 Prozent ihrer Arbeitzeit für Bürokratie und Administration aufwenden müssen. Was bleibt dann noch an Zeit für Ausbildung, für tatsächlichen Umgang mit den Patienten? Die Dokumentationsassistenten sollten die Ärzte begleiten, deren Tätigkeit dokumentieren und so Zeit für Patientenbetreuung statt Stricherllisten schaffen! Ich hoffe, VP, Grüne und SP ändern in dieser Frage bald ihrer Meinung und setzen die FPÖ-Forderung nach Dokumentationsassistenten doch noch um!", erklärte FPÖ-Klubobmann Steinkellner abschließend.
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