Das Bundeskriminalamt warnt vor SPAM-Mails

SPAM-Mails befinden sich vermehrt im Umlauf, die InternetbenutzerInnen für einen vermeintlichen Nebenverdienst anwerben sollen

Wien (OTS) - SPAM sind für viele Internetbenutzer die größte Plage im Internet. Jede E-Mail-Adresse, die länger als ein paar Monate in Verwendung ist, erhält täglich dutzende dieser unerwünschten Massenzusendungen. Die Verwendung von mehreren E-Mail-Adressen, zB. eine für geschäftliche Kontakte, eine für private Nutzung, welche auch für Registrierungen diverser Art verwendet werden, erleichtert schon den Überblick über die eingegangenen Mails. Die meisten Provider bieten SPAM-Filter mittlerweile kostenlos an. Die dritte Abwehrmöglichkeit ist ein Spamfilter auf dem eigenen Computer. Besteht keine Sicherheit über den Absender des Mails sollte dieses nicht geöffnet werden und sollte auch keiner der enthaltenen "Remove-Links" angeklickt werden.

PHISHING ist eine neue Betrugsform, wo es Kriminellen darum geht, Bankkontozugangsdaten von ahnungslosen InternetbenutzerInnen sowie auch von großen Onlineshops zu erhalten.

Diese Mails sind oft leicht zu erkennen, da sie meist viele Tippfehler aufweisen, in schlechtem Deutsch geschrieben sind bzw. seltsame Absenderadressen aufweisen. Jedoch Vorsicht - auch hier lernen die Täter schnell und verbessern immer schneller ihre Systeme bzw. ihre Vorgangsweise.

Beim geringsten Zweifel, dass ein solches Mail nicht vom eigenen Bankinstitut stammt, kann davon ausgegangen werden, dass es sich um ein PHISHING-Mail handelt. Keine Bank fordert Ihre KundenInnen auf, den TAN-Code für eine Umstellung oder Wartung zu übermitteln. TAN-Codes sind nur für eine Überweisung gedacht! Ein rückversichernder Anruf bei der Bank oder dem Online-Shop (evt. Hotline) verschafft auch hier Klarheit.

Die so zu unrecht durch Betrüger beschafften Geldbeträge müssen außer Landes geschafft werden. Hiezu bedienen sich die Kriminellen mehr oder minder ahnungsloser Mittelspersonen, die ebenfalls wieder über SPAM-Mails angeworben werden.

Der "tolle Zuverdienst" als Geldkurier, Finanzmanager oder ähnlichem besteht meist darin, Geld aus unbekannter Quelle auf das eigene Bankkonto zu erhalten und dieses dann (abzüglich einer großzügig bemessenen Provision) entweder auf ein weiteres Konto oder mittels eines Finanzdienstleisters - meist im Ausland -weiterzutransferieren. Der erhoffte Nebenverdienst ist jedoch nicht von langer Dauer, da der/die sogenannte FinanzmanagerIn selbst das schwächste Glied in der Kette ist. Auch die Bankinstitute reagieren meist mit einer Lösung des Vertrages mit den KundenInnen. Strafrechtliche sowie verwaltungsrechtliche Anzeigen und Rückforderungen der Betrogenen sind die logische Konsequenz. Diese Tätigkeiten sind illegal und ziehen eine strafrechtliche Anzeige (Betrug, Geldwäsche etc.) nach sich.

Rückfragen & Kontakt:

Bundeskriminalamt
Pressestelle
Helmut Greiner, Oberst
Tel.: 0664/813 21 28
helmut.greiner@bmi.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NIN0001