• 17.10.2008, 13:19:30
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Katholische Jungschar zum Tag der Armut: Kinder leiden im Verborgenen

Kinder aus armen Familien werden an den gesellschaftlichen Rand gedrängt und somit auch für ihre Zukunft schwerwiegend geprägt - Appell der Katholischen Jungschar an die künftige Bundesregierung

Wien, 17.10.08 (KAP) Anlässlich des "Internationalen Tages zur
Beseitigung der Armut" ruft die Katholische Jungschar Österreichs zu
einer breiten Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderarmut auf. Laut
aktuellen Daten der Statistik Austria leben 101.000 Kinder und
Jugendliche in Österreich in Armut. Diese Armut bleibe im reichen
Österreich "verborgen".

Armut bedeute nicht nur das Fehlen von finanziellen Ressourcen,
sondern auch Mangel an sonstigen materiellen und immateriellen
Gütern. "Keine Betreuung außerhalb der Schulzeit, keine geheizte
Wohnung, keine Möglichkeit, an Freizeitaktivitäten teil zu nehmen
oder das Fehlen von individueller Förderung - Kinder aus armen
Familien werden an den gesellschaftlichen Rand gedrängt und somit
auch für ihre Zukunft schwerwiegend geprägt", so die Katholische
Jungschar.

"Es ist ein Skandal, dass Kinder hungrig in den Kindergarten
geschickt werden müssen oder für viele Familien der Schulanfang mit
dem Einkauf von einfachen Schreibwaren zur finanziellen Krise wird.
Angesichts der steigenden Lebenserhaltungskosten befürchten wir eine
weitere Verschärfung der Armutsproblematik", betonte der
Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar, Stefan Leitner. Die
Katholische Jungschar fordere in ihrem Positionspapier zum Thema
"Kinderarmut" die Umsetzung von konkreten Maßnahmen wie
Sicherstellung von kostenlosen Betreuungs- und Förderungsangeboten,
Gleichstellung von Migranten beim Zugang zu sozialen Gütern oder
kostenlose Gesundheitsvorsorge für sozial Benachteiligte.

An die kommende Regierung richtet die Katholische Jungschar den
Appell, sich nicht nur auf dem Papier mit den Missständen
auseinanderzusetzen. "Die Einführung einer bedarfsorientierten
Mindestsicherung - also eines Finanzierungsmodells für alle
Mitglieder der Gesellschaft - sichert auch den Schwächsten ein
menschenwürdiges Leben. Wir schulden Kindern eine sorgenfreie
Entwicklung", so Leitner. (ende)
K200809363
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