Prammer und Silhavy gratulieren Weißem Ring zum 30jährigen Bestehen

Weißer Ring wichtiger Bestandteil der österreichischen Gesetzgebung

Wien (SK) - "30 Jahre Weißer Ring markieren ein außergewöhnliches Ereignis. Diesem Ereignis wollen wir im Parlament Rechnung tragen", so Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in ihrer Eröffnungsrede am Freitag anlässlich des Festaktes "30 Jahre Weißer Ring Österreich". Sie zeigte sich sehr erfreut, dass der Festakt im Parlament stattfinde. Heidrun Silhavy wies in ihrer Ansprache auf eine besonders betroffene Gruppe von Verbrechen hin, nämlich die Frauen. ****

Prammer unterstrich die Wichtigkeit der rechtlichen und psychologischen Betreuung von Verbrechensopfern, hob aber in ihrer Ansprache noch eine weitere Dimension des Weißen Ringes hervor, nämlich die parlamentarische. Für die Gesetzgebung seien externe Einrichtungen unverzichtbar geworden, der Weiße Ring spiele eine wichtige Rolle, um jeweilige gesetzliche Materien besser bewerten zu können. "Es ist notwendig für uns, von ihnen immer wieder Hinweise zur Verbesserung der gesetzlichen Grundlagen zu erhalten", so Prammer. Die Nationalratspräsidentin verwies in diesem Zusammenhang auf das Strafprozessreformgesetz, hier habe sich der Weiße Ring in vielen Debatten eingebracht.

"Was gut klingt, muss nicht gut sein", betonte Prammer. Deshalb sei man immer wieder auf Expertise von außen angewiesen, "ich halte daher den Dialog mit der Zivilgesellschaft für wichtig". Für die Zukunft wünschte sich Prammer die Fortsetzung der konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Weißen Ring im Sinne der Verbrechensopfer, denn "wir sind es ihnen schuldig".

Silhavy hofft auf baldige Umsetzung des Gewaltschutzpakets

"30 Menschen wenden sich pro Tag an den Opfernotruf. Zwei Drittel davon sind Frauen", bemerkte Frauenministerin Heidrun Silhavy in ihrer Ansprache. Für von Verbrechen betroffene Frauen habe der Weiße Ring eine besondere Bedeutung als Clearing-Stelle, dem Weißen Ring gelinge es immer wieder, das optimale Betreuungsangebot für Frauen, gerade in der ersten Phase nach einem Verbrechen, anzubieten. "Die enge Kooperation des Weißen Ringes mit Fraueneinrichtungen ist von großer Bedeutung", unterstrich Silhavy. Sie erinnerte daran, dass man vor kurzem das dreißigjährige Jubiläum des ersten österreichischen Frauenhauses beging. Seit damals sei ein flächendeckendes Netz an Betreuungseinrichtungen gewachsen, gerade die letzte Regierung habe die Mittel für Gewaltschutzzentren erhöht.

"Die Verhinderung von Verbrechen muss uns ein besonderes Anliegen sein. Aber solange wir nicht alle Verbrechen verhindern können, ist der Opferschutz unabdingbar", so Silhavy. Sie gab der Hoffnung Ausdruck, dass das neue Gewaltschutzpaket bald umgesetzt werde, denn dies werde mehr Schutz und Hilfe für Opfer bringen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Weißen Ringes sprach Silhavy ihre persönliche Wertschätzung aus, diese würden 365 Tage im Jahr für die Opfer ehrenamtlich da sein. Darüber hinaus hätten sie seit 30 Jahren "Engagement und Idealismus" bewiesen. (Schluss) sw

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