ÖAAB-Hoch: Arbeitsplatzstandort Wien kann nur mit gut ausgebildeten Fachkräften reüssieren

Doppelmoral der AK-Spitze augenscheinlich

Wien (ÖAAB Wien) - "Der Arbeitsplatzstandort Wien kann nur mit gutausgebildetetn Fachkräften gegen andere Standorte reüssieren, daher müssen die Rahmenbedingen seitens der Stadt auch stimmen", so der Wiener ÖAAB-Landesgeschäftsführer LAbg Alfred Hoch zum heutigen Tag der Lehre. Gut ausgebildete Fachkräfte sind für Wiener Betriebe unerlässlich und für den Wirtschaftsstandort Wien ein entscheidender Faktor. Verwunderlich, so Hoch, seien aber die Stellungnahmen einzelner Akteure der Arbeiterkammer. "Denn während in Sonntagsreden immer die Wichtigkeit der Lehre hervorgestrichen wird, werden bei Sozialpartnerverhandlungen wie zuletzt Rechte der Lehrlinge drastisch beschnitten. So wurde mit der Unterstützung der AK die Lehrlingskündigung stark erleichtert. Es ist nicht verwegen zu behaupten, die AK-Spitze handle auch hier in einer gewissen Doppelmoral", so Hoch.

Um in der Lehrlingsfrage auch glaubwürdig zu sein, sollte die AK die Info-Broschüren überarbeiten. Die Informationsbroschüre "Lehre und Matura" zum Beispiel der AK stammt nämlich noch aus dem Jahre 2006. "Diese Tatsache spiegelt nicht gerade die Wichtigkeit der Lehre innerhalb der Berufsausbildung wieder, gerade wenn man bedenkt wie viel sich für Lehrlinge in den letzten Monaten verändert hat", so Hoch.

Weiters kritisiert Hoch die Einsetzung des "KUS-Kultur und Sportverein" als Trägerverein für die Abwicklung des neuen Modells des BMUKK in Wien von "Lehre und Matura NEU". "Anstatt sich eine breite Basis für die Abwicklung dieses tollen Projektes zu schaffen wird hier ein weiterer, möglichst unbekannter Verein der Stadt Wien eingeschaltet", so ÖAAB Hoch weiter. "Es wäre jammerschade, wenn die Chancen, die mit dem neuen Modell Lehrlingen eröffnet werden, wieder einmal in Wien versanden, weil es schlichtweg nicht publik ist!"

Die ÖAAB-Fraktion wird daher in der nächsten Arbeiterkammervollversammlung im November auch einen Antrag einbringen, der die Stadt Wien auffordert hier finanzielle Mittel einzusetzen um das neue Modell entsprechend zu bewerben. "Nicht zuletzt werden wir aber auch die Arbeiterkammer selbst in die Pflicht nehmen - und hier hoffen wir sehr, auch mit der Unterstützung der FSG-Kollegen rechnen zu können - das Modell an potentielle Lehrlinge weiterzutragen und die veralteten AK-Unterlagen möglichst rasch zu überarbeiten", so Hoch, abschließend.

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