Bayr: Bekämpfung der Armut nicht vernachlässigen

Bayr warnt vor Aufweichung der Millennium Development Goals

Wien (SK) - Anlässlich des am 17. Oktober begangenen Internationales Tages zur Bekämpfung der Armut warnt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, vor einer Aufweichung der Millennium Development Goals (MDGs). "Die aktuelle Finanzkrise darf nicht zum Anlass genommen werden", so Bayr, "um andere wichtige Themen wie die Bekämpfung der Armut oder den Klimaschutz auszustechen!" Neben einer Milliarde Hungernden und zwei Milliarden Unterernährten sind derzeit 100 Millionen Menschen von extremer Armut bedroht. Armut ist die am weitesten verbreitete Menschenrechtsverletzung. Abgesehen von der ethischen Komponente wäre es auch aus ökonomischer Perspektive kontraproduktiv, wie Bayr betont. ****

Bayr verweist dabei auch auf Expertisen, wie sie vom Chef des Wirtschaftsforschungsinstitut, Karl Aiginger oder dem Menschenrechtsexperten und UNO-Sonderbeauftragten für Folter, Manfred Nowak, jüngst veröffentlicht wurden. So hat Aiginger davor gewarnt, die wichtigen Investitionen in den Klimaschutz jetzt auszusetzen und sich für eine Anhebung der Ökosteuern ausgesprochen. Manfred Nowak betonte die Notwendigkeit der Einhaltung der Menschenrechte, um auch die anderen Hauptziele der Vereinten Nationen, nämlich Entwicklung und Sicherheit voranzubringen. "Die Bekämpfung der Armut ist notwendig", ist Bayr überzeugt, "um unserem gemeinsamen Leben auf der Erde eine tragfähige, menschenwürdige Zukunft zu sichern!"

"Ein wesentlicher Faktor in der internationalen Armutsbekämpfung ist der Welthandel und seine teils veralteten Regeln", wie Bayr erklärt, "die fatale Praxis, gemeinschaftliche Daseinsvorsorge wie Bildung, Gesundheit oder Infrastruktur zu privatisieren, verstärkt das Problem der Armut anstatt es zu bekämpfen!" Der Zugang zu Trinkwasser, Gesundheitsvorsorge und Bildung müsse auch für arme Menschen gewährleistet sein, um ihnen die Möglichkeit einer Teilhabe an der Gesellschaft und damit Chancen aus ihrer Ausweglosigkeit zu bieten. "Armutsbekämpfende Politik muss immer mit Einbeziehung der marginalisierten Bevölkerungsgruppen passieren!", so Bayr abschließend. (Schluss) ps/mm

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