Toyo Ito erhält 6. Österreichischen Friedrich Kiesler-Preis 2008

Der japanische Architekt Toyo Ito wurde am Donnerstag mit dem Preis für Architektur und Kunst der Kiesler-Stiftung bedacht

Wien (OTS) - Auf Wunsch von Friedrich Kieslers zweiter Frau Lilian wurde der Österreichische Preis für Architektur und Kunst 1997 ins Leben gerufen. Bereits seit sechs Jahren organisiert die Kiesler-Privatstiftung nun diesen Preis, der mit 55.000 Euro Preisgeld zu den höchst dotierten Auszeichnungen der Welt zählt und alternierend von der Republik Österreich und der Stadt Wien vergeben wird, wobei einer internationalen Jury aus Künstlern und Architekten die Entscheidung über den Preisträger obliegt. Ausschlaggebend ist dabei vor allem die ideologische und künstlerische Nähe zu den Auffassungen Kieslers und seiner Theorie der "correlated arts", die eine grenzüberschreitende Verbindung zwischen Architektur und Kunst anstrebt.

Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny unterstrich in seiner Begrüßung die soziale Dimension und den humanen Auftrag der Architektur, die Kiesler in den Mittelpunkt seines Schaffens gestellt und die sein Werk entscheidend mitgeprägt hätten. In einer Stadt wie Wien, die den sozialen Gedanken verfolge und in der die architektonische Moderne ihre Wurzeln fände, sei der soziale und kulturelle Auftrag der öffentlichen Architektur noch spürbarer, so Mailath-Pokorny. Diese architektonische Gesinnung treffe auch auf den heurigen Preisträger Toyo Ito zu und werde an dessen Bauwerken in eindrucksvoller Weise sichtbar.

Eine neue Verbindung zwischen Architektur und Kultur

Ito wurde 1965 in Tokyo geboren, wo er seinen Studienabschluss machte und 1971 sein eigenes Büro unter dem Namen "Urban Robot" eröffnete. Stets wandte er sich gegen die Überfrachtung mit irrelevanten Elementen und entschied sich für puristische bzw. minimalistische Praktiken, die dem bewegten Stil des städtischen Lebens entgegenkommen. In seinen weltweiten Projekten stellt er sich den Herausforderungen, welche Mediatisierung und sozio-kulturelle Veränderungen mit sich bringen, und strebt dabei auch eine neue Vereinbarkeit von Architektur und Natur an. Zu seinen bekanntesten Bauwerken zählen das Haus "White U" (1976), der "Tower of Winds (1986) und die "Sendai Mediathek" in Japan (2001).****

Es sei eine Ehre, diesen Preis in dieser Stadt mit all ihren architektonischen Meisterwerken entgegennehmen zu dürfen, dieser Preis bestätige ihn in seiner Arbeit und seinen Ideen, die er mit demselben Engagement auch künftig fortsetzen wolle, freute sich Ito über die hohe Auszeichnung. (Schluss) wil

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