Heinisch-Hosek: Am 17. Oktober ist Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut

Auch Arbeit schützt nicht vor Armutsgefährdung

St. Pölten (SPI) - "Immer mehr Menschen sind von Armut betroffen oder bedroht. Besonders häufig sind es Frauen, vor allem Alleinerzieherinnen, Pensionistinnen aber auch MigrantInnen, die mit einem Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle auskommen müssen. Menschen mit niedrigen Einkommen und Arbeitslose sind von Armut meist in doppelter Hinsicht betroffen, einerseits spüren sie die massiven Teuerungen vor allem bei Nahrungsmitteln, Wohnen und Heizung besonders drastisch, andererseits haben sie mit sinkenden Realeinkommen zu kämpfen", so NÖ Soziallandesrätin Gabriele Heinisch-Hosek bei einer Pressekonferenz anlässlich des internationalen Tages zur Beseitigung der Armut, am morgigen 17. Oktober.****

"60 Prozent aller ArbeitnehmerInnen fallen unter die Armutsschwelle, wenn sie arbeitslos werden, das heißt, auch der Mittelstand ist vor Armut nicht mehr sicher. Hier sind Verbesserungen beim Arbeitslosengeld hinsichtlich der Höhe und der Bezugsdauer dringend notwendig. Die nächste Bundesregierung ist hier gefordert. Ebenso braucht es eine schnelle Umsetzung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung", so Gabriele Heinisch-Hosek weiter.

"Auch das Bundesland Niederösterreich kann einiges tun. Der bereits bestehende ArbeitnehmerInnenförderungsfonds leistet hier viel. In zahlreichen, wirklich hervorragenden Projekte finden langzeitarbeitslose Menschen Beschäftigung und eine Qualifizierungsmöglichkeit, um langfristig auf dem regulären Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können. Trotzdem brauchen wir rasch eine Erhöhung des diesbezüglichen Budgets um noch mehr sozialökonomische Projekte einzurichten. Eine Arbeitsstiftung für Frauen, wie sie in Oberösterreich bereits sehr erfolgreich umgesetzt wird, soll so schnell wie möglich eingerichtet werden. Ich werde diesbezüglich sofortige Verhandlungen aufnehmen", so LRin Heinisch-Hosek abschließend.
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