Finanzkrise trifft auch AUVA

Das Ausmaß der Finanzkrise zieht weite Kreise und hat nun auch die AUVA erreicht. Versicherte sowie Unternehmen haben dadurch jedoch keine negativen Auswirkungen zu befürchten.

Wien (OTS) - Von den enormen Folgen der weltweiten Finanzkrise ist auch die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) betroffen. Konkret handelt es sich um zwei Veranlagungen mit einem Gesamtvolumen von 29 Millionen Euro. "Die AUVA ist als Sozialversicherungsträger verpflichtet, ihr Kapital zinsbringend und mit höchstmöglicher Sicherheit zu veranlagen", erläutert der Obmann der AUVA, Dr. Hans Jörg Schelling, die Ausgangssituation. Die AUVA hat diese Forderung unter Einhaltung der Veranlagungsvorschriften (ASVG § 446) mit der Veranlagung in als sicher geltende Wertpapiere erfüllt und konnte damit in der Vergangenheit beachtliche Kapitalzuwächse verzeichnen. "Durch die unvorhersehbaren Auswirkungen der Finanzkrise kann die Sicherheit zweier Veranlagungen in Wertpapiere nicht mehr garantiert werden. Das sind weniger als zehn Prozent unserer gesamten Veranlagungen am Geld- und Kapitalmarkt", so Schelling.

Eine Überprüfung aller Veranlagungen wurde bereits veranlasst. Allfällige rechtliche Schritte werden geprüft. Neue Veranlagungsrichtlinien sollen künftig die Sicherheit der Veranlagungen weiter erhöhen. "Die notwendigen Wertberichtigungen haben keine Auswirkung auf unsere Leistungen für unsere Versicherten und Mitarbeiter", versichert der AUVA Obmann und ergänzt: "Um die Verluste zu kompensieren, müssen wir strukturelle Änderungen umso schneller umsetzen, Synergien maximal ausschöpfen, Investitionen kürzen oder verschieben. Praktisch alle sonstigen Veranlagungen arbeiten weiterhin profitabel".

Nichtsdestoweniger wird die Finanzkrise nachhaltige Auswirkungen haben. Die derzeitige Rekordbeschäftigung in Österreich wird nicht mehr aufrecht erhalten werden können. Der Rückgang der Beschäftigtenzahlen wird sich vor allem nächstes Jahr massiv auf die Beitragseinnahmen der AUVA auswirken. "In dieser Situation ist es deshalb enorm wichtig, dass der Staat entsprechend eingreift, die Konjunktur ankurbelt, die Realwirtschaft stützt und die Finanzinstitute absichert, nicht nur in Österreich, sondern weltweit", so Obmann Schelling.

Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,5 Millionen Versicherte

Bei der AUVA sind rund 4,5 Mio. Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,3 Mio. Arbeiter, 1,5 Mio. Angestellte, 380.000 Selbstständige sowie 1,3 Mio. Schüler und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 3.930,00 Euro) als Unfallversicherungsbeitrag ein.

Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention - also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten - senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeits¬unfällen oder Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu verhüten: etwa durch inten¬sive Aufklärung über Gefahren am Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2007 rund 60 Mio. Euro investiert.

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