Rack: Jetzt erst recht - Österreich muss positiven EU-Kurs beibehalten

Finanzkrise verlangt nach mehr Europa - Volksabstimmungen sind ungeeignetes Mittel

Brüssel, 16. Oktober 2008 (ÖVP-PD) In einer Diskussion mit Schülerinnen und Schülern der Handelsschule Feldbach (Steiermark) im Europäischen Parlament in Brüssel betonte der steirische Europaparlamentarier Univ.-Prof. Dr. Reinhard Rack die Notwendigkeit der Beibehaltung eines positiven und konstruktiven Europakurses Österreichs. "Gerade die jetzige Finanzkrise, die bereits auf die Realwirtschaft und damit auf die Lebensbedingungen der Menschen überzugreifen droht, verlangt ein gemeinsames Handeln. Europa hat in dieser Krise zusammengefunden. Jedem ist klar geworden, dass wir nur zusammen erfolgreich die Krise meistern können. Hier kann und darf Österreich nicht als unsicherer Kantonist dastehen", so Rack. "Wer seine Haltung als verlässlicher Partner gerade in Krisenzeiten dadurch aufs Spiel setzt, dass er mit Blockaden und Volksabstimmungen droht, gefährdet die Position unseres Landes", betonte Rack. ****

Gerade der Vertrag von Lissabon hätte der Europäischen Union dringend benötigte Instrumente gebracht, um mit der internationalen Finanzkrise und ihren Auswirkungen auf Europa und auch Österreich besser umgehen zu können. "Der Euro als gemeinsame Währung und die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts haben uns bisher gut abgeschirmt. Wir können und müssen aber noch besser werden, hier hilft der Reformvertrag", meinte Rack in der Diskussion mit den engagierten Schülern, die auf ihrer Klassenabschlussfahrt auch das Europaparlament besuchten.

"Die Herausforderungen der Zukunft sind zu komplex um sie nur mit Ja oder Nein beantworten zu können. Eine Volksabstimmung ist nicht das geeignete Mittel unsere Zukunft zu sichern. Eine konstruktive Europapolitik ist mehr als die Schwarz-Weiß-Malerei zwischen Volksabstimmung hier und angeblich kritikloser EU-Hörigkeit dort. Eine derart simple Darstellung täuscht die Bürger in die Irre - und dafür sind die vor uns liegenden Aufgaben zu groß", meinte Rack abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Univ. Prof. Dr. Reinhard Rack MEP, Tel.: +32-2-284-5773
(reinhard.rack@europarl.europa.eu) oder Mag. Philipp M. Schulmeister,
EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
(philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0001