FPÖ will Psychotherapie aufwerten

Hofer: Einrichtung von psychotherapeutischen Lehrpraxen für Psychotherapie-Ausbildung

Wien (OTS) - "Psychisch kranke Menschen sind in Österreich benachteiligt", so heute FPÖ-Behindertensprecher NAbg Norbert Hofer. "Wer sich ein Bein bricht, kann damit rechnen bestmöglich versorgt zu sein und finanziell mit keinerlei Repressionen rechnen zu müssen. Wer aber psychisch erkrankt, wird von unserem öffentlichen Gesundheitswesen benachteiligt, obwohl in vielen Fällen Lebensgefahr besteht."

Die Psychotherapie leiste großartige Hilfe, werde bei der Finanzierung derzeit aber benachteiligt. "Das möchte die FPÖ jetzt ändern und die psychotherapeutische Medizin bei der Finanzierung jeder anderen Form der Behandlung gleichstellen", so Hofer. "Daher wird auch zu Beginn der neuen Gesetzgebungsperiode ein diesbezüglicher Antrag eingebracht werden. Wir sind für ein bundeseinheitliches System, das die Kostenerstattung für psychotherapeutische Medizin sicherstellt. Es kann nicht ignoriert werden, dass Depression und Burn Out als neue Volkskrankheiten enormes Leid verursachen und unserer Volkswirtschaft zudem großer Schaden zugefügt wird."

Hofer spricht sich weiters für eine Erhöhung des Kostenzuschusses aus, der jedenfalls den Inflationsverlust seit 1992 abzudecken hat. Auch die Zurverfügungstellung der notwendigen Mittel zum Ausbau einer flächendeckenden Minimalversorgung werde man im Nationalrat einfordern.

Hofer weiter: "Zigtausende Menschen in Österreich wurden von österreichischen Psychotherapeuten erfolgreich behandelt und geheilt. Es steht völlig außer Frage, dass es sich bei der Psychotherapie um eine erfolgreiche Behandlungsmethode behandelt. Sie ist in vielen Fällen wirksamer als eine isolierte medikamentöse Behandlung. Wir sind daher für eine kontinuierliche, öffentlich finanzierte Evaluierung der Behandlungsleistungen, um so die Etablierung der psychotherapeutischen Behandlung im Gesundheitswesen zu unterstützen."

Zusätzlich wird Hofer das Modell der Verankerung von psychotherapeutischen Lehrpraxen unterstützen und auch hierzu einen Antrag im Nationalrat einbringen. Damit soll Qualitätssicherung in der Ausbildung gewährleistet und Psychotherapeuten-Nachwuchs gesichert werden. "In Anlehnung an das Lehrpraxen-System in der Ärzteausbildung soll ein Modell auch für Psychotherapeuten geschaffen werden."

Hofer erläutert hierzu, dass in solchen Lehrpraxen eingetragene Psychotherapeuten die Psychotherapeuten in Ausbildung unter Supervision fachspezifisch ausbilden und die Patienten gegen Vorweis ihrer E-Card die Behandlung durch einen Psychotherapeuten in Ausbildung unter Supervision in Anspruch nehmen können.

"Die Psychotherapie darf in der neuen Legislaturperiode nicht weiter ignoriert werden", betont Hofer. "Wir Freiheitliche wollen dazu einen Beitrag leisten und hoffen auf Unterstützung der politischen Mitbewerber, denn psychische Erkrankungen kennen kein Parteibuch und keine ideologischen Vorbehalte", appelliert Hofer abschließend an die anderen Parlamentsparteien.

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