Küberl zu Welternährungstag: "Weltweit größte Katastrophe vermeidbar"

Caritas hilft in 581 weltweiten Projekten Menschen in Not

Wien (OTS) - "Die größte Tragödie der weltweiten Hungerkatastrophe ist, dass sie vermeidbar wäre", sagt Caritas-Präsident Franz Küberl anlässlich des morgigen Welternährungstages. So sei es ein Skandal, dass die internationale Staatengemeinschaft die fehlenden 70 Milliarden Dollar zur Abschaffung des ärgsten Hungers nicht aufbringe: "Dieser Betrag, der hunderten Millionen Menschen das Leben retten würde, ist ein Zehntel dessen, was die USA derzeit zur Sanierung ihres maroden Finanzsystems ausgeben. Wir dürfen diese Menschen nicht sterben lassen."

Weil eine zielgerichtete Entwicklungszusammenarbeit (EZA) hier ein zentrales Element sei, um diese globale Katastrophe nachhaltig zu bekämpfen, appelliert der Caritas-Präsident in diesem Zusammenhang an die künftige Bundesregierung, den Stufenplan für die Erhöhung der EZA-Mittel (0,51 Prozent des BNP bis 2010 und 0,7 Prozent bis 2015 ) zu erhöhen und das "frische Geld" gezielt zur Armutsbekämpfung einzusetzen.

Insgesamt hilft die Caritas Österreich in 581 weltweiten Projekten notleidende Menschen. Im Inland sind die 33 österreichweiten Sozialberatungsstellen Anlaufstelle für jene, die allein nicht mehr über die Runden kommen. Zur lebensrettenden Nothilfe (derzeit etwa für zehntausende Menschen in den Hungergebieten Äthiopiens und Kenias) sorgen landwirtschaftliche Programme dafür, dass Hunger möglichst erst gar nicht entsteht. So erarbeiten ExpertInnen gemeinsam mit den Betroffenen neue und effizientere Methoden des Anbaus, der Lagerung oder der Viehzucht. In Äthiopien und Mali werden beispielsweise durch Getreidebanken Marktrisiken reduziert.

Wie in Österreich selbst stellten die Lebensmittelteuerungen die Caritas auch in Ländern wie Äthiopien und Kenia vor die Herausforderung, dass ein erhöhter Hilfsbedarf teureren Preisen und rückläufigen Spenden gegenüberstünden, so Küberl: "Obwohl viele Menschen auch in Österreich enorm unter den Teuerungen leiden, beweisen freilich viele nach wie vor ihre Solidarität oder schreiben uns, dass sie ärmere Menschen unterstützen sobald sie selbst wieder Oberwasser haben", betont der Caritas-Präsident: "Ein Grund mehr für die Politik, mit der Spendenabsetzbarkeit bei privaten Spenden hier auch ein öffentliches Signal zu setzen."

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