Trotz Reparatur: Schulversuchsmodell für Neue Mittelschule in Oberösterreich mangelhaft

Frais: "ÖVP schließt weiter Kooperation mit AHS-Unterstufe aus"

Linz (OTS) - Einen massiven Schwachpunkt im OÖ-Rahmenplan für Modellschulen konnte die SPÖ mit ihrer Kritik bereits beseitigen: Die Benachteiligung beim Übertritt von Schülerinnen und Schülern, die Modellschulen besuchen, gegenüber jenen in den AHS-Unterstufen wurde abgeschafft", informiert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Zwei Probleme hat der Rahmenplan von Enzenhofer aber noch immer: Zum einen soll die zwingende Bezeichnung der Schulversuchs-Schulen als ‚Schulmodell Oberösterreich/oberösterreichische Mittelschule’ vorgesehen werden und zum anderen ist die Kooperation mit einer AHS-Unterstufe nicht möglich. "Gerade diese Kooperation mit den AHS-Unterstufen war aber die Grundidee der Neuen Mittelschulen", kritisiert Frais das Modell von Enzenhofer. Die SPÖ ist heute bereits schriftlich an den Landesschulratspräsidenten herangetreten, um dieses Thema in der kommenden Kollegiumssitzung am 27. Oktober 2008 zu behandeln.

Am 24. November 2008 wird in einer weiteren Sitzung des Landesschulratskollegiums über die eingereichten Schulversuchsanträge der oberösterreichischen Schulen entschieden werden. Rechtzeitig vor diesem Termin müsse daher - so SP-Fraktionsvorsitzender im Oö. Landesschulratskollegium Dr. Karl Frais - Klarheit darüber herrschen, nach welchen Regeln die Schulversuche beurteilt werden. "Der aktuell von Enzenhofer vorgelegte Rahmenplan hat noch grundlegende Mängel. Vor allem die nicht vorgesehene Kooperationsmöglichkeit mit AHS-Unterstufen muss repariert werden", fordert Frais.

Außerdem müsse klar sein, dass die eingereichten Schulversuche anhand ihrer Inhalte beurteilt werden. "Wenn eine Schule der Grundidee des Ministeriums entsprechen möchte und auf die von Enzenhofer in seinem Rahmenplan geforderte Umtitulierung der Neuen Mittelschule in ‚Schulmodell Oberösterreich/oberösterreichische Mittelschule’ verzichtet, dann kann das nicht zur Folge haben, dass ein Schulversuch nicht genehmigt wird. Die Rahmenbedingungen und Bezeichnungen des Ministeriums müssen jedenfalls möglich und zulässig bleiben, auch wenn Enzenhofer und die ÖVP das aus parteipolitischen Gründen verhindern wollen", stellt Frais klar.

Wenn sich Enzenhofer weigert, dem Vorschlag der SPÖ auf Aufnahme des Themas "Schulmodell Oberösterreich, Modellversuch nach § 7A SchOG"" in die Tagesordnung der Sitzung vom 27. Oktober 2008 zu entsprechen, dann wird die SPÖ eine gesonderte Sitzung zur Behandlung dieses Anliegens beantragen. "Es geht uns darum die bestehenden Schwachpunkte zu reparieren und für die Schulen sichere Rahmenbedingungen zu gewährleisten, damit ihre Anträge auch berücksichtigt werden", so Frais.

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