ARBÖ-Protest gegen Slowenien-Maut über EAC hat gewirkt

Einführung von Kurzzeit-Mautvignetten laut Regierungschef Janez Jansa fast sicher

Wien (OTS) - Wirkung gezeigt hat offensichtlich das Mahnschreiben der EU an Slowenien bezüglich der Mautvignette: Slowenien plant ab kommenden Jahr die Einführung von Kurzzeit-Vignetten. Die heute zur Herbsttagung in Berlin versammelten EAC-Mitglieder, darunter der ARBÖ, begrüßen, dass Slowenien auf die berechtigten Einwände gegen die derzeitige Mautregelung reagiert hat.

Die 35 Euro teure Autobahnvignette durch Slowenien war der Aufreger des vergangenen Reisesommers, so der ARBÖ. Der Widerstand gegen diese unverhältnismäßige Belastung durchfahrender Touristen hat von Österreich aus begonnen. Schon Ende Mai hat der Verbund Europäischer Autofahrerclubs (EAC) auf Initiative des ARBÖ massiv gegen die umstrittenen Slowenien-Maut in Brüssel protestiert. Hauptargument dabei: Diese Vignette verstößt gegen das Europäische Diskriminierungsverbot. So wie seinerzeit Österreich sollte auch Slowenien dazu gezwungen werden, gelegentlichen Nutzern der Autobahn ein günstigeres Angebot zu machen, als gleich eine Halbjahresvignette.

Kroatien ist mit Abstand das beliebteste Autoreiseurlaubsland der Österreicher. Daher waren auch viele Urlaubsreisenden über die neue Maut ins Slowenien negativ überrascht. Besonders verteuert wurde die Urlaubsfahrt für alle, die über die Steiermark und Slowenien nach Kroatien gefahren sind. Statt bisher 1,20 Euro mussten sie gleich 35 Euro zahlen. Nach Auskunft des ARBÖ-Informationsdienst sind daher auch viele Urlauber auf Ausweichrouten - etwa über Ungarn -ausgewichen, um sich die Mautverteuerung zu ersparen. "Mit einer flexibleren Mautlösung handelt Slowenien dann in jedem Fall im Sinne der Umwelt und Verkehrssicherheit", argumentiert der ARBÖ.

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