Tumpel zur Inflation: Jetzt dringend die Kaufkraft stärken

Anhaltend hohe Teuerung droht den Wirtschaftsabschwung zu beschleunigen - Betriebsprüfungen gegen Österreich-Aufschlag bei Lebensmitteln überfällig

Wien (OTS) - Das heute gemeldete anhaltend hohe Preisniveau gerade bei Lebensmitteln und Energie ist für AK Präsident Herbert Tumpel nach der Bankenkrise und den schlechten Wirtschaftsprognosen "das bereits dritte Alarmsignal dieser Woche". Jetzt müsse dringend die Kaufkraft der Menschen gestärkt werden. Vor allem Menschen mit niedrigem und mittlerem Verdienst müssten nach wie vor einen viel zu hohen Anteil ihres Einkommens für Essen, Heizen und Verkehr ausgeben, argumentiert Tumpel: "Das ist für die Betroffenen eine starke Belastung, und wenn den Menschen nur noch Geld für das Notwendigste bleibt, schwächt das die Konjunktur zusätzlich." Die AK verlangt dringend Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft, die in das kommende Konjunkturpaket mit hineingenommen werden müssen: eine deutliche Senkung der Lohnsteuer, damit die Nettolöhne real steigen; plus endlich einen energischen Kampf gegen die Teuerung durch Betriebsprüfungen, um in der Preiskommission die Ursachen des Östereich-Aufschlags bei Lebensmitteln aufdecken und bekämpfen zu können. Stärkere Kaufkraft sichert letztlich Arbeitsplätze.

"Der Wirtschaftsminister darf die längst überfälligen Betriebsprüfungen im Handel nicht weiter verschleppen", sagt Tumpel. "Es reicht nicht, die Preiskommission ständig über Gutachten über den Österreich-Aufschlag bei Lebensmitteln diskutieren zu lassen. Wir brauchen endlich präzise Informationen über die Ursachen des Österreich-Aufschlags, damit wir ihn gezielt bekämpfen können."

Um die Kaufkraft der Menschen zu stärken, fordert Tumpel überdies eine deutliche Senkung der Lohnsteuer, damit nach der kommenden Erhöhung der Bruttolöhne auch die Nettolöhne real steigen.

Weiters ist es für Tumpel enorm problematisch, dass vor dem Hintergrund des anhaltend hohen Preisniveaus und vor allem bei sinkenden Rohölpreisen verschiedene Landes-Energiegesellschaften zuletzt enorme Preiserhöhungen bei Strom und Gas kurz vor Beginn der Heizsaison angekündigt haben. Das würde die Menschen im Winter zusätzlich belasten.

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