Moser begrüßt Vorstands-Bestellungen und überfällige erste Schritte bei Reparatur der ÖBB-Struktur

Grüne: Neo-Finanzvorstand Halbmayr wird Berufserfahrung aus Sanitärtechnik gut brauchen können, um dem Versickern von Steuergeld bei den ÖBB entgegenzuwirken

Wien (OTS) - "Auch wenn die großkoalitionären Farbenspiele unübersehbar sind, sind die Ergebnisse der ÖBB-Aufsichtsräte unter dem Strich positiv zu bewerten", hält Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen, fest. "Die nun vereinbarten Korrekturen der schwarzblauen ÖBB-Reform, wo diese zu teuren, unpraktikablen Lösungen wie beim Zusammenspiel von Bau und Betrieb AG führten, haben die Grünen seit Jahren verlangt und beantragt. Ich bin froh, dass sich unser Standpunkt nun endlich durchgesetzt hat. Auch die Auflösung der Dienstleistungsgesellschaft mit ihren menschenverachtenden und für die Allgemeinheit teuren Praktiken war überfällig. Nächster Schritt muss das Abspecken der gigantisch aufgeblähten ÖBB-Holding sein, die laufend Millionenbeträge verschlingt, die bei Verbesserungen für die Fahrgäste fehlen".

Von den neubestellten bzw. verlängerten Vorständen erwarten die Grünen, dass umgehend die Ärmel aufgekrempelt werden, um die Missstände und Blockaden der letzten Jahre zu überwinden. Moser:
"Besonders der neue Finanzvorstand Josef Halbmayr muss mit Spekulationen und Administrations-Wasserköpfen im Konzern aufräumen. Dass Halbmayr Berufserfahrung aus der Sanitärtechnik mitbringt, nehmen die Grünen als gutes Omen: Wertvolles Steuergeld gehört bei den ÖBB effizient eingesetzt, statt wie durch ein löchriges Abflussrohr zu versickern, wie es zuletzt in einigen Bereichen - von Auslands- und Spekulationsgeschäften über großzügige Abfindung gescheiterter Manager bis zu fragwürdigen Infrastruktur- und Rollmaterial-Investitionen - an der Tagesordnung war."
Von Halbmayr würden die Grünen überdies ein Offensivkonzept statt eine undifferenzierte Einspar-Brille erwarten. Moser:
"Verkehrsminister Faymann und die ÖBB-Aufsichtsratsspitze haben Finanzproblemen durch Spekulationen und Vorstands-Fehlverhalten überwiegend tatenlos zugesehen. Für den finanziellen Schaden dürfen aber nun keinesfalls die Fahrgäste der ÖBB büßen. Daher wären die im ÖBB-Personenverkehr angedachten Angebotsverschlechterungen ab Mitte 2009 und die Schließung von Regionalbahnstrecken der völlig verkehrte Weg. Regierung und ÖBB-Spitze müssen jetzt für mehr und besseres Angebot zu zumutbaren Kosten im Öffentlichen Verkehr sorgen", so Moser.

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